Am 18. März ist es wieder so weit: Ab diesem Tag ist Frauensport in Österreich rein rechnerisch unsichtbar! Mit dem „Equal Play Day“ machen win2day und die Österreichischen Lotterien seit 2024 auf diese strukturelle Schieflage aufmerksam und werben um mehr Fans, mehr Medienpräsenz, mehr Sponsoren, mehr Vorbilder – und mehr Chancen für den Frauensport.
„Wir werden leider nur einmal pro Jahr, am Frauentag, hochgelobt und dann gleich wieder vergessen“, seufzt Margret Kraischek, die vor 26 Jahren den Frauen-Eishockey-Verein KSV Neuberg Highlanders gegründet hat, „wir zählen leider nichts, dabei wird bei uns mittlerweile Spitzensport geboten! Wir trainieren viermal pro Woche, spielen Freitag und Sonntag – dreimal in Ungarn, in Kattowitz und in Bozen. Geld gibt’s bei uns keines. Unsere Spielerinnen gehen auch nach langen Auslandstrips am selben Tag wieder arbeiten. Selbst unsere Legionärinnen verdienen sich nur durch Jugendtraining ein bisserl ein Taschengeld – wohnen tun sie bei mir. Profibetrieb haben wir leider keinen – wir punkten nur mit einem familiären Umfeld.“ Die Anerkennung für die Amateure reinsten Wassers ist überschaubar, was Kraischek fast etwas ärgert: „Nicht einmal als österreichische Staatsmeisterinnen hat man meine Mädels zu einer Sportgala eingeladen.“
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