Neue Angriffswelle

Iran: Weitere Schule durch Bombardement zerstört

Ausland
16.03.2026 12:34
Porträt von krone.at
Von krone.at

Bei einem Luftangriff im Zentraliran ist iranischen Angaben zufolge eine weitere Schule zerstört worden. Der Angriff ereignete sich in der Kleinstadt Khomeyn. Tote soll es dem Vernehmen nach aber nicht geben. 

Mehrere Häuser in der Umgebung sind laut der Nachrichtenagentur Mehr beschädigt worden. Bilder mehrerer iranischer Medien zeigten ein völlig zerstörtes Hauptgebäude hinter dem Eingang des Gymnasiums. Welche Luftwaffe für die Bombardierung verantwortlich war, ist noch unklar. Der Gouverneur in Markazi sprach von einem Angriff des „zionistisch-amerikanischen Regimes“. Bei weiteren Angriffen in der Provinz seien fünf Menschen getötet worden.

Bereits am Sonntag hatten Accounts, die das Kriegsgeschehen aus dem Ausland verfolgen, über Angriffe in Khomeyn berichtet. Dort sei eine Raketenbasis der Revolutionsgarden bombardiert worden, berichtete der bekannte Netzaktivist „Vahid“ unter Berufung auf lokale Bewohner.

Roter Halbmond: Seit Kriegsbeginn 21.000 zivile Ziele getroffen
Israels Armee griff unterdessen eigenen Angaben zufolge erneut Ziele im Iran an. Sie sprach von einer „großangelegten Angriffswelle“, die in den Städten Teheran, Shiraz und Tabriz die Infrastruktur der Führung ins Visier nehme. Auch iranische Medien meldeten eine neue Angriffswelle in der Hauptstadt Teheran. Im Osten der Stadt seien nach israelisch-amerikanischen Angriffen Explosionen zu hören gewesen, berichtete die Nachrichtenagentur Fars. Seit Kriegsbeginn wurden im Iran nach Angaben des Roten Halbmonds mehr als 21.000 zivile Einrichtungen zerstört oder beschädigt. Insgesamt seien 69 Schulen angegriffen worden, sagte der Leiter der Rothalbmond-Gesellschaft, Pirhussein Koliwand, am Donnerstag.

Trauernde beim Begräbnis der getöteten Schülerinnen
Trauernde beim Begräbnis der getöteten Schülerinnen(Bild: AFP/AMIRHOSSEIN KHORGOOEI)

Zerstörte Mädchenschule soll Museum werden
Der Iran will unterdessen die am ersten Kriegstag bombardierte Schule im Süden des Landes in ein Museum umwandeln. „Diese Schule ist ein lebendiges Dokument der Bereitschaft der Amerikaner zu Verbrechen und muss zur Bewahrung im historischen Gedächtnis des iranischen Volkes registriert und dokumentiert werden“, hieß es in einer Regierungserklärung. Nähere Details zu den Museumsplänen gab es zunächst nicht. Die Schule selbst soll im Gedenken an die Opfer an anderer Stelle neu aufgebaut werden.

Bei dem Angriff in Minab am Persischen Golf waren Ende Februar mindestens 168 Schülerinnen zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben gekommen. Medienberichten zufolge sind US-Streitkräfte für den Angriff verantwortlich. Wie die „New York Times“ und der Sender CNN unter Berufung auf vertrauliche Quellen berichteten, geht das aus vorläufigen Ergebnissen einer Untersuchung hervor.

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