Nahost-Krieg

USA nach Angriff auf Schule in Erklärungsnot

Außenpolitik
09.03.2026 11:02
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nach dem Angriff auf eine Mädchenschule im Iran mit rund 170 Toten setzen sich die gegenseitigen Schuldzuweisungen fort. Neue Aufnahmen widerlegen die bisherige US-Darstellung.

Ein neues Video aus der Stadt Minab, im Süden des Iran, belastet Washington schwer: Es zeigt einen Treffer auf eine Basis der Revolutionsgarden. In direkter Umgebung befindet sich auch die Mädchenschule, die bei Kampfhandlungen schwer getroffen wurde. 

Laut dem Sender CNN sind in den Aufnahmen Waffen erkennbar, die einer Tomahawk ähneln. Das steht diametral zur bisherigen US-Darstellung, wonach der Iran selbst die Schule bombardierte. „Auf Grundlage dessen, was ich gesehen habe, wurde dies vom Iran getan“, meinte der US-Präsident am Samstag an Bord der Air Force One.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth, der mit Trump in der Präsidentenmaschine reiste, bestätigte dessen Angaben am Samstag (Ortszeit) nicht direkt. Washington untersuche den Vorfall. Trump ließ sich aber von Hegseths Zurückhaltung nicht von seiner Überzeugung abbringen: „Wir glauben, dass es vom Iran getan wurde“, bekräftigte er vor Journalisten. Beweise dafür führte der Präsident nicht an – er verwies zur Begründung lediglich darauf, dass der Iran mit Waffen „sehr ungenau“ sei.

Auch „New York Times“ sieht Trump in der Verantwortung
Von der „New York Times“ wiederum war bereits am Freitag berichtet worden, dass wahrscheinlich die USA für den Angriff verantwortlich seien. Dies habe eine Auswertung von Satellitenbildern, verifizierten Videos und Veröffentlichungen in Online-Medien ergeben.

Demnach wurde die Mädchenschule am Samstag vergangener Woche in Minab im Süden des Iran getroffen, während die US-Streitkräfte einen benachbarten Marinestützpunkt der iranischen Revolutionsgarden angriffen. Dabei sei das Schulgebäude durch einen präzisen Schlag schwer beschädigt worden.

Offizielle Erklärungen, wonach US-Streitkräfte Ziele der iranischen Marine nahe der Straße von Hormuz angegriffen haben, wo sich der Stützpunkt befindet, „legen nahe, dass sie den Angriff höchstwahrscheinlich ausgeführt haben“, heißt es in der Analyse. Die „New York Times“ legt sich in ihrem Bericht jedoch nicht völlig eindeutig fest, dass der Angriff tatsächlich von US-Streitkräften ausgeführt wurde. Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian hatte in Folge die USA und Israel beschuldigt, die Volksschule mit Raketen angegriffen zu haben. Die Angaben konnten vor Ort nicht überprüft werden.

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