Verbindung zur Hamas?
Aktivisten der Gaza-Hilfsflotte in Israel in Haft
In der Nacht auf Donnerstag hatte die israelische Marine westlich von Kreta 21 Schiffe der Gaza-Hilfsflotte abgefangen. 175 Menschen wurden festgenommen, zwei davon nach Israel gebracht. Die Menschenrechtsorganisation Abdalah spricht von einer „rechtswidrigen Entführung“.
Israels Behörden werfen dem Spanier Saif Abu Keshek, der palästinensische Wurzeln hat, Verbindungen zur Terrororganisation Hamas vor. Der Brasilianer Thiago Ávila soll „illegale Aktivitäten“ begangen haben. Beide sollen Mitglieder der Volkskonferenz für Palästinenserinnen und Palästinenser im Ausland sein. Die US-Regierung wirft dieser Gruppe vor, „heimlich im Namen der Hamas“ zu handeln. Konkrete Beweise legten die Behörden nicht vor. Die beiden Aktivisten sollen mindestens bis Dienstag in Haft bleiben.
In Italien gingen zu den beiden zwei Anzeigen ein, da sie von italienischen Booten aus festgenommen wurden. Die Staatsanwaltschaft in Rom hat jetzt ein Ermittlungsverfahren wegen Freiheitsberaubung eingeleitet. Auch die Menschenrechtsorganisation Abdalah, die die Gaza-Aktivisten vertritt, spricht von einer „rechtswidrigen Entführung“.
Personen nach Kreta gebracht
Israel habe „keinerlei Beweise vorgelegt, um diese Anschuldigung zu untermauern“, sagte Spaniens Außenminister José Manuel Albares. Das Vorgehen sei „komplett illegal“, Saif Abu Keshek sollte sofort freigelassen werden. Selbst wenn es Vorwürfe gäbe, existierten „in einer Demokratie und einem Rechtsstaat juristische Wege“, um diese vorzubringen. Spanien hat keine Botschaft mehr in Israel.
Die restlichen Aktivistinnen und Aktivisten der „Global Sumud Flotilla“, die westlich von Kreta abgefangen wurde, wurden nach Griechenland gebracht. Die dortige Regierung erklärte sich bereit, die Personen aufzunehmen und ihre Rückreise in die Herkunftsländer zu ermöglichen. Ursprünglich waren mehr als 50 Boote in den vergangenen Wochen von Marseille in Frankreich, Barcelona in Spanien und Syrakus in Italien ausgelaufen, um Hilfsgüter in den Gazastreifen zu bringen. Das Organisationsteam teilte mit, die Flotte formiere sich neu und werde ihren Kurs fortsetzen.
Internationale Aktivistinnen und Aktivisten nutzen Hilfsflotten bereits seit Jahren, um auf die humanitäre Lage im Gazastreifen aufmerksam zu machen. Das Küstengebiet steht seit Langem unter einer Blockade, die Israel mit Sicherheitsinteressen begründet. Die Menschen haben unter anderem zu wenig Nahrung und nicht ausreichend medizinische Hilfe.











Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.