Kampf um Hormuz

Raketen auf US-Schiff? Verwirrung um Eskalation

Außenpolitik
04.05.2026 13:28
Porträt von krone.at
Von krone.at

Eigenen Angaben zufolge hat der Iran am Montag zwei Raketen auf ein US-Militärschiff in der Straße von Hormuz abgefeuert, nachdem die US-Fregatte zuvor angeblich eine Warnung der iranischen Marine ignoriert hatte. Die USA bestreiten das vehement ...

Quellen dafür hat die iranische Nachrichtenagentur Fars nicht genannt. US-Präsident Donald Trump hatte am Sonntagabend einen US-Militäreinsatz in der vom Iran blockierten Straße von Hormuz ab Montag angekündigt, bei dem dort festsitzende Schiffe aus der Meerenge hinaus „geleitet“ werden sollten.

Details liegen noch im Dunkeln
Iranische Streitkräfte wollen US-Verbände auch daran gehindert haben, in die Straße von Hormuz einzufahren. Durch Warnungen seien die „feindlichen Zerstörer“ an der Einfahrt gehindert worden, berichtete Fars, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht. Die Nachrichtenagentur Tasnim kündigte an, zeitnah nähere Details zu berichten. Unabhängig konnten die Angaben nicht überprüft werden.

Das US-Zentralkommando (CENTCOM) hat die Berichte iranischer Staatsmedien zurückgewiesen. „Es wurden keine Schiffe der US-Marine getroffen“, teilte CENTCOM in einem Beitrag auf X mit.

Die Karte zeigt die Lage der Straße von Hormuz zwischen Iran und Oman am Persischen Golf. Eine rote Linie markiert die US-Blockadelinie an der Meerenge. Im kleinen Übersichtsbild ist die Region im globalen Kontext dargestellt. Quelle: dpa.

Zuvor hatte die iranische Militärführung gewarnt, ausländische Streitkräfte anzugreifen, sollten diese versuchen, die Meerenge zu durchfahren. Ein iranischer Außenamtssprecher hatte bei einer Pressekonferenz ebenfalls gesagt, dass das Land seine eigenen Interessen verteidigen werde. Handelsschiffe und Öltanker sollten jegliche Bewegung ohne Koordination mit dem iranischen Militär unterlassen.

Iran warnte „aggressive US-Armee“
„Wir warnen: Alle ausländischen Streitkräfte, insbesondere die aggressive US-Armee, werden angegriffen, wenn sie beabsichtigen, sich der Straße von Hormuz zu nähern und in sie vorzudringen“, sagte Ali Abdollahi Aliabadi, Chef des Zentralkommandos der Armee. Frachter, die die Meerenge passieren wollten, müssten dies mit iranischen Streitkräften absprechen.

Aliabadi ist der faktische Generalstabschef. Er leitet das zentrale Hauptquartier „Khatam al-Anbiya“, das im Kriegsfall die operative Führung der iranischen Streitkräfte bündelt.

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