ORF: Gefahr im Verzug!

Westenthaler schreit Alarm wegen Stiftungsrat-Chef

Medien
16.03.2026 12:47

Für den von der FPÖ entsendeten ORF-Stiftungsrat Peter Westenthaler ist der Fall klar: Es gibt einfach zu viele Ungereimtheiten, nach seiner Ansicht, rund um den Vorsitzenden des Stiftungsrates, den von der SPÖ bestellten Heinz Lederer. Er sieht „Gefahr im Verzug“ und fordert nun eine Dringlichkeitssitzung, weil dem ORF ein permanenter Schaden drohe.

Der auf einem FPÖ-Ticket im ORF-Stiftungsrat sitzende Peter Westenthaler benötigt die Zustimmung von einem Drittel seiner Kollegen, dann wird seinem Antrag auf eine Dringlichkeitssitzung stattgegeben. Konkret geht es dem ehemaligen Politiker um die Vorwürfe, die um den Vorsitzenden des Stiftungsrates, Heinz Lederer im Raum stehen. 

Interventionen und Honorarnoten
Der soll nämlich für den ÖSV aktiv geworden sein, just als mit dem ORF die Sportrechte ausgehandelt wurden. Weiters tauchte Lederers Name in den Honorarnoten eines Benko-Anwalts auf und zuletzt soll er bei der „Profil“-Geschäftsführung vorstellig geworden sein, nachdem die Redaktion einen, ihm angeblich nicht genehmen Artikel über Westenthaler veröffentlicht hatte.

Herzliche Begrüßungen sehen anders aus: Heinz Lederer und Peter Westenthaler zuletzt im ORF.
Herzliche Begrüßungen sehen anders aus: Heinz Lederer und Peter Westenthaler zuletzt im ORF.(Bild: APA/HELMUT FOHRINGER)
Wortgewaltig wie eh und je zeigt sich Peter Westenthaler dieser Tage. Er fordert eine lückenlose ...
Wortgewaltig wie eh und je zeigt sich Peter Westenthaler dieser Tage. Er fordert eine lückenlose Aufklärung der gesamten Causa.(Bild: APA/HELMUT FOHRINGER)

Da es für Spezialisten, wie Lederer einer ist, kein Berufsverbot gibt, soll es jedenfalls kein Governance-Problem geben. Und ein Auftragsverhältnis mit dem gefallenen Immo-Jongleur Benko bestreitet der PR-Profi. Das hält Westenthaler aber noch nicht davon ab, der ganzen Sache nachgehen zu wollen. „Es ist daher eine sofortige Dringlichkeitssitzung (außerordentliche Sitzung) des ORF-Stiftungsrates einzuberufen“, fordert er.

Und er geht sogar noch weiter: Er sieht „Gefahr im Verzug“. Und wenn nun das eingangs genannte Drittel der Stiftungsräte das auch so sieht, dann wird es eine weitere Krisensitzung am ORF-Küniglberg geben. Dabei wollen vor allem die Mitarbeiter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nur eines, wieder in Ruhe ihrer Arbeit nachgehen zu können. Ihnen sprach die neue Intendantin Ingrid Thurnher aus der Seele als sie zum Tsunami, ausgelöst durch die Causa Weißmann sagte: „So sind wir nicht.“

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