Jetzt spitzt sich die Wetterlage zu! Während am Samstag vielerorts noch die Sonne scheint und die Temperaturen auf bis zu 31 Grad klettern, ziehen bereits die ersten Gewitter auf. Die Unwetterzentrale hat ihre Warnkarte teilweise auf Rot gestellt – betroffen sind derzeit Teile von Oberösterreich, Niederösterreich und Wien.
Die Warnungen gelten außerdem für das Burgenland sowie die Steiermark. Vorwarnungen gibt es auch für Tirol, Salzburg und Kärnten. Meteorologe Nikolas Zimmermann warnt vor einer zunehmenden Gewittergefahr in den kommenden Stunden. Verantwortlich dafür ist eine schwache Kaltfront, die am Abend den Nordosten Österreichs streift. Gleichzeitig liegt weiterhin feuchtwarme und energiereiche Luft über dem Land – perfekte Bedingungen für teils kräftige Gewitter.
Bereits seit Mittag entstehen vor allem im Mühl- und Waldviertel erste gewittrige Schauer. Ein aktuelles Video aus der Seestadt in Wien zeigt zudem die Kraft des Sturms bereits im Vorfeld der Gewitter. Laut UWZ fegt dort ein kräftiger bis stürmischer Nordwind mit Böen zwischen 60 und 80 km/h durch den 22. Bezirk. Die Folge: Aufwirbelnder Staub, schlechte Sicht und erste Vorboten der bevorstehenden Unwetterlage.
Im Laufe des Nachmittags und besonders gegen Abend steigt die Gefahr von kräftigen Gewittern auch im Norden und Osten Österreichs deutlich an. Neben intensivem Regen drohen lokal auch Hagel und stürmische Böen.
Im Westen des Landes sowie von Osttirol bis in die Weststeiermark zeigt sich das Wetter hingegen noch deutlich freundlicher. Dort bleibt es überwiegend trocken und sonnig.
Sonntag droht die nächste Gewitterrunde
Wer auf eine rasche Wetterberuhigung hofft, wird enttäuscht. Laut den Prognosen nimmt die Gewitterneigung am Sonntag landesweit weiter zu. Nach einem teils sonnigen Start entstehen ab Mittag verbreitet Schauer und Gewitter.
Örtlich besteht dabei erhöhte Unwettergefahr durch Starkregen, Hagel und Sturmböen. Besonders betroffen könnten zunächst das südliche und östliche Berg- und Hügelland sein, am Abend dürfte sich die Gefahr auch auf die Alpennordseite ausweiten.

Am Montag setzt sich das wechselhafte Wetter fort. Vor allem im Osten und entlang der Alpennordseite ziehen weitere Regenschauer und Gewitter durch. Im Süden und Südosten können sich nach einem sonnigen Vormittag erneut kräftige Gewitter bilden.
Schafskälte kommt schon früher
Gleichzeitig gehen die Temperaturen deutlich zurück: Statt über 30 Grad werden vielerorts nur noch 19 bis 25 Grad erreicht. Die sogenannte Schafskälte hat somit dieses Jahr ungewöhnlich früh zugeschlagen. Statt wie üblich erst im Juni sorgt die Kaltfront bereits deutlich früher für einen markanten Temperatursturz. Typisch für dieses Wetterphänomen sind nasskalte Luftmassen aus dem Norden, die selbst nach warmen Frühlingstagen noch einmal für kühle, teils ungemütliche Verhältnisse sorgen.
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