Die USA erhöhen weiter den Druck auf den Iran, damit dieser die Blockade der Straße von Hormuz auflöst. Präsident Donald Trump hat eine internationale Sicherungsmission für Frachtschiffe in Aussicht gestellt und weitere Angriffe auf die wichtige Öl-Insel Kharg angekündigt. „Wir werden vielleicht noch ein paar Mal zuschlagen – nur so zum Spaß!“, erklärte Trump.
Laut der US-Armee wurden auf der Insel, die als Lebensader des Iran gilt, mehr als 90 Militärziele getroffen, ohne dass dabei die Ölinfrastruktur beschädigt wurde. Der Iran exportiert 90 Prozent seines Rohöls über die Insel. Die Streitkräfte des Landes erklärten am Samstag nach dem Angriff der USA, dass jeder Angriff auf die iranische Öl- und Energieinfrastruktur zu Angriffen auf die Energieinfrastruktur von Ölkonzernen führen werde, die in der Region mit den Vereinigten Staaten zusammenarbeiten. Die Nachrichtenagentur FARS berichtete am Samstag unter Berufung auf Informanten auf der Insel, es seien 15 Explosionen zu hören gewesen, es gebe aber keine Schäden an Ölanlagen.
Trump versprach am Samstag auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social, die Straße von Hormuz werde so oder so bald wieder „offen, sicher und frei“ sein. „Viele Länder – insbesondere diejenigen, die von Irans versuchter Blockade der Straße von Hormuz betroffen sind – werden gemeinsam mit den USA Kriegsschiffe entsenden, um sie offen und sicher zu halten“, schrieb er und erhänzte, dass „hoffentlich“ China, Frankreich, Japan, Südkorea, Großbritannien und andere Länder, die von Irans Blockade der für den globalen Ölexport wichtigen Meerenge betroffen sind, Schiffe entsenden werden.
Iran spottet über Trumps Hilferuf
Irans Führung verspottete dies als Hilferuf. „Die Amerikaner haben fälschlicherweise behauptet, die iranische Marine zerstört zu haben. Dann haben sie fälschlicherweise behauptet, Öltanker zu eskortieren. Jetzt bitten sie sogar andere um Verstärkung“, schrieb Marine-Kommandeur Aziz Reza Tangsiri mit Blick auf Trumps Post. Zudem betonte er: „Natürlich sollten wir daran erinnern, dass die Straße von Hormuz noch nicht militärisch gesperrt wurde und lediglich unter Kontrolle steht“. Irans Außenminister Abbas Aragtschi schrieb auf X: „Die USA bitten nun andere, sogar China, um Hilfe bei der Sicherung der Straße von Hormuz“. Der Iran rufe „seine brüderlichen Nachbarn dazu auf, ausländische Aggressoren zu vertreiben, zumal deren einziges Anliegen Israel ist.“
Trump noch nicht bereit für ein Abkommen
US-Präsident Trump ist unterdessen nach eigenen Worten noch nicht bereit für ein Abkommen zur Beendigung des Krieges mit dem Iran. „Der Iran will ein Abkommen schließen, und ich will es nicht schließen, weil die Bedingungen noch nicht gut genug sind“, zitierte ihn der Sender NBC News. Auf die Frage, wie die Bedingungen für ein Abkommen zur Beendigung des Krieges aussehen müssten, habe Trump am Telefon erwidert: „Das möchte ich Ihnen nicht sagen.“
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