„Cyberkriminalität“
Brite in Dubai angeklagt, weil er Raketen filmte
Ein Mann aus Großbritannien dachte sich wohl nicht viel dabei, als er sein Handy zückte und angeblich iranische Raketen über Dubai filmte. Doch das könnte ihm jetzt zum Verhängnis werden: Medienberichten zufolge wurde der 60-Jährige wegen Cyberkriminalität angeklagt.
Der 60 Jahre alte Mann war vermutlich ein Tourist. Er wurde nach einem Gesetz angeklagt, das die Veröffentlichung oder Verbreitung von Material verbietet, das die öffentliche Sicherheit gefährden könnte, wie „CNN“ berichtet.
„Halten Sie sich an die Richtlinien“
Lana Nusseibeh, die Staatsministerin der Vereinigten Arabischen Emirate meinte, sie wisse von „einigen Verstößen“ gegen das Gesetz. Zu dem Fall des Briten äußerte sie sich aber nicht konkret. Sie sagte, die Bestimmungen seien zum Schutz der Öffentlichkeit eingeführt worden. „Mein dringender Rat an alle, die wir hier herzlich willkommen heißen: Halten Sie sich an die Richtlinien. Diese Richtlinien dienen Ihrer Sicherheit und Ihrem Schutz.“
„Geldstrafen oder Abschiebungen bei Verstoß“
Auch die britische Botschaft in den Arabischen Emiraten teilte auf „X“: „Britische Staatsangehörige unterliegen den Gesetzen der Vereinigten Arabischen Emirate; Verstöße können zu Geldstrafen, Inhaftierung oder Abschiebungen führen.“
„Tat“ des Briten könnte ihn für zwei Jahre ins Gefängnis bringen
Die Strafe für einen Verstoß gegen die Gesetze zur Bekämpfung von Cyberkriminalität in den VAE beträgt mindestens zwei Jahre Gefängnis sowie eine Geldstrafe von 200.000 VAE-Dirham (rund 47.500 Euro).
Bereits 21 Menschen wegen ähnlicher Themen angeklagt
Die Geschäftsführerin von „Detained in Dubai“, Radha Stirling, sagte, dass 21 Personen „gemeinsam nach den Cyberkriminalitätsgesetzen der VAE im Zusammenhang mit Videos und Social-Media-Beiträgen zu den jüngsten Raketenangriffen angeklagt wurden“. Sie sagte, die Polizei habe auf dem Handy des Briten ein Video von einem iranischen Raketenangriff in Dubai gefunden. „Detained in Dubai“ ist eine in London ansässige Organisation, die Ausländern bei rechtlichen Problemen, willkürlichen Festnahmen oder unfairen Gerichtsverfahren in den VAE (Dubai) hilft.
„Wollen verhindern, dass Menschen beim Filmen verletzt werden“
In einem Interview mit dem britischen Radiosender „LBC“ sagte der Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate in Großbritannien, Mansoor Abulhoul: „Die Vereinigten Arabischen Emirate sind sehr sicher.“ Die strengen Richtlinien zum Filmen begründete er mit der „Sicherheit der Bevölkerung“. Sie sollen verhindern, dass die Menschen beim Filmen „von herabfallenden Trümmern getroffen werden“.









Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.