Zu hohe Wellen?

„Timmys“ Wassertaxi dreht kurz vor Nordsee ab

Ausland
01.05.2026 09:13

Das Transportschiff mit dem vor einer Ostseeinsel aufgelesenen Buckelwal „Timmy“ an „Bord“ hat kurz vor Erreichen der Nordsee abgedreht und fast eine 180-Grad-Wendung hingelegt. Offenbar verzögert schlechtes Wetter die finale Etappe der ungewöhnlichen Reise.

Seit Tagen ist der mit Wasser gefüllte Lastkahn mit „Timmy“ unterwegs von der Ost- in die Nordsee. Am frühen Morgen des 1. Mai befand es sich etwa elf Seemeilen – rund 20 Kilometer – vom nördlichsten Punkt Dänemarks entfernt. Dort, nahe der Stadt Skagen, fließen Kattegat und Skagerrak zusammen, weshalb auch vom Eingang zur Nordsee gesprochen wird. Doch dann hat die Fortuna B, der Schlepper, der „Timmys“ Wassertaxi zieht, gewendet. 

Laut der „Bild“-Zeitung, die „Timmy“ auf seiner Reise begleitet, liegt vor der Flotte schlechtes Wetter. Bis zu zwei Meter hohe Wellen würden sich im Übergang zwischen Ost- und Nordsee auftürmen. Etwas entfernt von der Meerenge dürfte man einen Wetterwechsel abwarten zu wollen.

Das Schiff mit Timmy am Freitagvormittag
Das Schiff mit Timmy am Freitagvormittag(Bild: Screenshot Vesselfinder.com)

„Er ist lebhafter, singt kraftvoller“
Laut der Geldgeberin der Aktion gehe es „Timmy“ besser, er merke, dass er sich auf dem Weg in heimatliche Gewässer befindet. „Er singt melodischer und kraftvoller, ist lebhafter, schwebt und floatet in seinem Schwimmbad“, so Karin Walter-Mommert zur „Bild“. Der Salzgehalt des Wassers stieg auf seiner Reise an – was gut für das Tier ist, da im Flachwasser, wo „Timmy“ wochenlang gestrandet war, seine Haut krank wurde.

Ein Blick aus der Vogelperspektive zeigt Buckelwal „Timmy“ in seinem Wassertaxi.
Ein Blick aus der Vogelperspektive zeigt Buckelwal „Timmy“ in seinem Wassertaxi.(Bild: APA/dpa/Philip Dulian)

Am Dienstag war „Timmy“ in eine sogenannte Barge bugsiert worden. In diesem mit Wasser gefüllten Lastkahn wird das tonnenschwere Tier seitdem in Richtung Nordsee geschippert. Nach Plänen der privaten Initiative, die für den Transport verantwortlich ist, soll der Wal – vermutlich am Samstag – ausgesetzt werden. Wo genau, steht noch nicht fest. Was aber feststeht, ist, dass Dänemark „Timmy“ nicht helfen wird, falls er erneut feststecken sollte.

Dänemark rettet „Timmy“ nicht mal im Notfall
Die dänische Regierung ließ am Donnerstag verlautbaren, dass sie keine Walrettungen durchführe: „Walstrandungen sind ein natürlich vorkommendes Phänomen und Wale sollten generell nicht durch menschliches Eingreifen gerettet oder gestört werden.“ Also muss es „Timmy“ auf eigene Faust schaffen! Die Walbergung der privaten Initiative findet zudem gegen den Rat vieler Wissenschaftler, Fachinstitutionen und Tierschutzorganisationen statt.

Im Ostsee-Ort Poel bei Wismar, wo der rund zwölf Meter lange Buckelwal fast einen Monat gestrandet und geschwächt in der Bucht lag, kehrt langsam wieder Alltag ein, wie deutsche Medien unisono berichten.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung