Obwohl die burgenländische Freistadt Rust selbst Behörde ist, steht auf den Kfz-Tafeln das Kürzel „E“ für Eisenstadt. Manche hätten das gerne geändert. Das sei derzeit jedoch unwahrscheinlich.
Ein eigenes Kürzel wäre schon „identitätsstiftend“, meint Bürgermeister Gerold Stagl, Bürgermeister von Rust. „Das hätten dann nur wenige Autos.“ Was er meint, ist ein eigenes Behördenkürzel für die Autokennzeichen der Freistadt. Denn derzeit muss sich die Storchenstadt die Abkürzung „E“ mit Eisenstadt teilen. Auch wenn Stagl glaubt, dass es in der Bevölkerung kein großes Thema ist: Nicht allen Ruster Autofahrern passt das „E“.
„RU“-Kürzel gewünscht
Deswegen haben manche als Wunschkennzeichen das Wort „Rust“ auf ihren Tafeln stehen – noch schöner wäre wohl ein eigenes „RU“-Kürzel. Diskussionen gab es immer wieder, wirklich passiert ist aber nichts. Und daran wird sich wohl auch so bald nichts ändern, wie Anfragen der FPÖ zeigen.
Außenstelle mit Zulassungskompetenz notwendig
Diese wollte wissen, wie realistisch eine Umsetzung ist. Bei der Anfrage an das Land wurde an die zuständigen Ministerien verwiesen. Beim Verkehrsministerium kam wiederum ein recht komplexes Schreiben als Antwort. Vereinfacht gesagt, müsste das Innenministerium erst in Rust eine Außenstelle mit Zulassungskompetenz einrichten. Erst dann kann das Verkehrsministerium aktiv werden.
Was sagt das Innenministerium dazu? „Derzeit gibt es seitens des BMI aus ökonomischen Gründen keine Pläne, eine derartige Außenstelle zu errichten.“ Und ohne diese unternimmt auch das Verkehrsministerium nichts.
Viele ungeklärte Fragen
Der Traum vom eigenen „RU“-Kennzeichen sei nur ein „G’schichterl“ gewesen, meint nun der freiheitliche Klubobmann und Ruster Gemeinderat Christian Ries. Zumal es das Kennzeichen nicht umsonst gebe und das Stadtbudget wenig Spielraum biete. „Wenn man das ernsthaft will, dann nur mit einer direkten Befragung der Bürger – mit voller Transparenz über die Kosten für Einrichtung und Erhaltung einer Zulassungsbehörde“, so Ries.
Er schätzt, dass die Kosten für die Autofahrer viele abschrecken könnten. Stagl hält eine Umsetzung zwar für möglich, sieht aber auch ungeklärte Fragen, besonders bezüglich der Kosten. Das „E“ dürfte die Ruster also weiter begleiten.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.