Statt Fahrt in Wüste

„Am sichersten ist es, wenn wir in Dubai bleiben“

Ausland
03.03.2026 15:00

Der Krieg im Nahen Osten hält Zehntausende Urlauber in ihren Hotels gefangen: Rund 17.700 Österreicher sind aktuell in der Region gestrandet und versuchen, irgendwie wieder nach Hause zu kommen. Während die Behörden die Urlauber mit Bussen durch die Wüste nach Saudi Arabien schicken wollen, schlagen viele einen anderen Weg ein.

„Für uns ist es die beste Lösung, vorerst im Hotel in Dubai zu bleiben", berichtet eine Urlauberin aus Oberösterreich der „Krone“. „Hier fühlt man sich durch die Regierung extrem gut beraten.“ Man merke, dass im Hintergrund alles dafür getan werde, dass vom Flughafen in Dubai bald wieder Flugzeuge in die Luft steigen.

Der mühsame Plan der Botschaft
Die österreichische Botschaft hat allerdings einen anderen Plan für die Urlauber: Sie sollen mit Bussen rund 900 Kilometer quer durch die Wüste nach Riad in Saudi-Arabien gekarrt werden. In Riad können sie dann in ein Flugzeug steigen. Für die in Dubai gestrandeten Österreicher gibt es allerdings schlechte Nachrichten. Die Busse nach Riad fahren von Abu Dhabi weg, von Dubai sind das eineinhalb Autostunden.

Die Österreicher werden mit Bussen zum Flughafen in Riad gebracht.
Die Österreicher werden mit Bussen zum Flughafen in Riad gebracht.(Bild: Markus Mainka (www.aviation-stock.de) – stock.adobe.com)

Von Abu Dhabi fährt man dann nach Riad noch einmal rund elf Stunden mit dem Bus, erklärt eine Tourismusexpertin, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen will. Für ältere oder kranke Menschen ist die lange Fahrt eine Zumutung. Nicht nur, dass sie die Fahrt von Dubai nach Abu Dhabi selbst organisieren müssen: Die Busse fahren bei großer Hitze auf einer ungeschützten Straße nach Riad.

In Riad angekommen, wären die Flüge dann auch noch selbst zu buchen. Denn die Botschaft hat bereits bekannt gegeben, dass die Flüge ab Riad nicht von ihr organisiert werden. Man strandet dort also erst mal.

Raketen-Angriffe in Flughafennähe
Außerdem sei es auch in Riad aktuell alles andere als sicher: Rund 30 Autominuten vom Flughafen entfernt wurde die US-Botschaft mit Raketen angegriffen, wie das saudi-arabische Verteidigungsministerium Dienstagfrüh mitteilte. Die Expertin sieht den Plan der Botschaft auch unabhängig von der langen Busfahrt kritisch. Der Flughafen Riad sei generell ein Ort, an dem sich Europäer allgemein eher ungern aufhalten – dort sei nichts.

Situation im Hotel aussitzen
Die Urlauberin aus Oberösterreich hat sich deshalb für einen anderen Weg entschieden: Sie bleibt so lange im Hotel, bis von Dubai aus wieder Flüge gehen. „Das sehen hier übrigens alle so, dass es am sichersten ist, in Dubai in den Hotels zu bleiben“, sagt die Urlauberin. Das Hotel versicherte den Gästen in einer offiziell von der Regierung übermittelten Mitteilung, dass die Sicherheitslage in den Vereinigten Arabischen Emiraten stabil sei und der Flugverkehr Schritt für Schritt wieder aufgenommen werde.

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