Die Vorfreude auf das erste Heimrennen nach fast sieben Jahren Pause war bei Jakob Greber groß. Und nach dem ersten Durchgang des Mellauer FIS-Slaloms sah es für den 22-Jährigen auch noch vielversprechend aus. Doch im Finale sollte es anders kommen und ein Schweizer zum Partyschreck werden.
„Ein Einfädler, das kann immer einmal passieren“, nahm Lokalmatador Jakob Greber den Ausfall im Finale – nach Halbzeitrang zwei – des ersten FIS-Slaloms in seiner Mellauer Heimat gelassen. Zumal es für den 22-Jährigen erst am 25. März um die viel zitierte Wurst geht, wenn er beim Europacupfinale in Schladming um den Sieg in der Slalom-Gesamtwertung bzw. ein Fixticket für die kommende Weltcupsaison fährt.

Mama, Papa und viele Fans
„Die Rennen hier sind für mich Wettkampftraining“, verriet der Head-Pilot. „Und eine tolle Möglichkeit, dass die Familie, Freunde und Kollegen zuschauen können.“ Was am Samstag aber gar nicht einfach war. Zwar waren Mama Conny und Papa Christian, der auch in Sachen Pistenpräparierung ordentlich anpackte, sowie Unterstützer Christian Kaufmann an der Roßstelle vor Ort – wirklich viel sehen konnten sie aber alle nicht.
Eine perfekte Piste
Denn genau zur Startzeit um 9.30 Uhr legte sich dichter Nebel über die Strecke, teils sahen die Athleten nur drei Tore weit. Was in Anbetracht der perfekten Pistenpräparierung des Teams von Rennleiter Thomas Übelher aber kein Grund für eine Absage war. „Wenn die Piste so gut ist, ist die Sicht kein Problem“, bestätigte auch VSV-Alpinchef Marcel Lorenzin.
Luetolf und Nebel als Spielverderber
Insgesamt 55 freiwillige Helfer und 13 Schüler des Poly Bezau, die als Torrichter fungierten, sorgten dafür, dass das Rennen ohne gröbere Zwischenfälle über die Bühne ging. Einziges „Problem“: Sieger Joel Luetolf.
Denn der kommt aus der Schweiz, fuhr im Finale noch von Rang drei auf die eins und verhinderte so einen rot-weiß-roten Dreifacherfolg durch Fabio Walch (T), Ralph Seidler (St) und Kilian Pramstaller (T). Einen Heimsieg soll es aber am Sonntag im zweiten Rennen geben – idealerweise durch Jakob Greber.
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