Wer künftig in Vorarlberg eine Wärmepumpe an seinem Haus installieren möchte, muss diese nicht mehr eigens bewilligen lassen - schon ab 13. Juni. Damit soll ein Beitrag zur Entbürokratisierung geleistet werden.
Zukünftig sollen Luftwärmepumpen und Erdwärmepumpen mit Vertikalkollektoren (Tiefsonden) bei Einhaltung bestimmter Voraussetzungen keiner Baubewilligung oder Bauanzeige mehr unterliegen. Das umfasst auch jene baulichen Anlagen, die für die Aufstellung und den Betrieb der Wärmepumpe erforderlich sind. Die Errichtung kann sowohl im Freien als auch im Gebäude erfolgen.
Klare und transparente Vorgaben zu Abständen und Lautstärke stellen sicher, dass „weder eine Gesundheitsgefährdung von Menschen noch eine das ortsübliche Ausmaß im Wohngebiet übersteigende Belästigung“ zu erwarten ist, heißt es vonseiten des Landes Vorarlberg. Das sei von den im Ermittlungsverfahren beigezogenen Sachverständigen aus den Bereichen Schalltechnik, Geologie, Trinkwasser, Wasserwirtschaft und Medizin bestätigt worden.
Der Entfall der Bewilligungspflicht ermöglicht eine einfachere und raschere Realisierung dieser Vorhaben. Landesrat Marco Tittler (ÖVP) betont: „Mit dem Installationsbetrieb ihres Vertrauens wissen die Vorarlberger Bauwerberinnen und Bauwerber die geltenden Anforderungen umzusetzen. Ein umfangreiches Bauverfahren ist dafür zukünftig nicht mehr erforderlich.“ Nicht zuletzt soll durch die Maßnahme ein Anreiz geschaffen werden, den Einsatz nachhaltiger Wärmeversorgung zu verstärken. Die entsprechende Verordnung wurde bereits erlassen.
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