Bauern schlagen Alarm

Hohe Preise für Düngemittel werden zum Problem

Burgenland
13.05.2026 19:00

Die EU-Sanktionen gegen Russland, Anti-Dumping-Zölle und die CO₂-Steuer haben die Kosten für Düngemittel massiv erhöht. Für die Landwirte steigen die Produktionskosten damit weiter an. Burgenlands Landwirtschaftskammer-Präsident Niki Berlakovich fordert deshalb Unterstützung von der EU.

Nicht leicht ist aktuell die Situation für die heimischen Bauern. So sind etwa durch den Iran-Krieg die Preise für Treibstoffe deutlich gestiegen, was die Lebensmittelproduktion verteuert. Zugleich sind die Kosten für Düngemittel massiv nach oben gegangen. Die Gründe: Zum einen wirken EU-Sanktionen bei Dünger gegen Russland und Weißrussland sowie Anti-Dumping-Zölle gegen Länder wie die USA.

Haupttreiber bei den Preisen ist aber die von der EU eingeführte CBAM-Steuer (CO₂-Grenzabgabe).

Landwirtschaftskammer-Präsident Nikolaus Berlakovich übergab ein Forderungspapier an Zyperns ...
Landwirtschaftskammer-Präsident Nikolaus Berlakovich übergab ein Forderungspapier an Zyperns Agrarministerin Maria Panayiotou.(Bild: Copa)

„Große finanzielle Belastungen“
Da Landwirte die einzigen Abnehmer für Dünger sind, bleiben sie auf den Mehrkosten sitzen. „Es ergeben sich daraus große finanzielle Belastungen für die Landwirte“, erklärt Burgenlands Landwirtschaftskammer-Präsident Niki Berlakovich. In seiner Funktion als Vize-Präsident des Europäischen Bauernverbandes (COPA) ist er auch auf EU-Ebene aktiv. Laut Berlakovich habe die EU-Kommission das Problem zwar mittlerweile erkannt, aber noch keine wirksame Entlastung für die Landwirtschaft umgesetzt.

Bei den Bauern wächst indessen die Ungeduld. Zuletzt übergab Berlakovich deshalb ein Forderungspapier an Zyperns Landwirtschaftsministerin, Maria Panayiotou, da das Land derzeit die EU-Ratspräsidentschaft inne hat. Konkret verlangen die Bauernvertreter unter anderem eine Aussetzung der CBAM-Steuer bis zum Ende des Iran-Krieges. Eine andere Möglichkeit wäre ein finanzieller Ausgleich für die Landwirte, um die regionale Lebensmittelproduktion abzusichern.

Protest vor dem EU-Parlament
Für den kommenden Dienstag haben die Bauernvertreter außerdem eine Protestkundgebung vor dem EU-Parlament in Straßburg angekündigt. „Kein Dünger, keine Lebensmittel – lautet unser Motto“, so Berlakovich.

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