„Krone“-Kommentar

Steigender Ölpreis: Wie jetzt abgezockt wird

Kolumnen
07.03.2026 09:00
Porträt von Georg Wailand
Von Georg Wailand

Eigentlich ist es so gegangen, wie es immer geht: Nach dem kriegsbedingten Preisanstieg bei Öl sind sofort die Preise an den Tankstellen hochgeschnellt, das brachte Extra-Profite, weil man sich ja billiger eingedeckt hatte.

Viele Jahrzehnte hatte Österreich billig aus Russland Öl gekauft – was US-Präsident Trump angesichts der Unnachgiebigkeit von Putin gestört hat. Jetzt beziehen wir die Ware von anderswo her. Nein, nicht nur aus Norwegen, sondern – richtig geraten: aus den USA! Schiff um Schiff liefert uns LNG-Ladungen, die sich von früheren Bezügen nur durch eines unterscheiden: Die Energie aus den USA ist viel teurer als früher aus Russland. Aber bitte sehr, man will ja kein Putin-Förderer mit den Öleinkäufen in Kriegszeiten sein.

Ist die Panik vor einem Ölengpass berechtigt? Kurzfristig vielleicht ja, längerfristig sicher nicht. Es gibt mehr als genug Öl für diese Welt. Nicht nur in der Straße von Hormus schaukeln voll beladene Tanker in der Hoffnung, dass jemand die Ladung kauft. Trump jedenfalls kann sich die Hände reiben: Erst hat er mit Venezuela Zugriff auf die größten Ölreserven eines Landes, dann treibt er den Preis weiter hinauf und LNG floriert wie nie zuvor.

Was mit Sicherheit folgt, ist eine Welle der Inflation: Wenn Schiffsladungen nicht mehr versicherbar sind, vervielfachen sich sofort die Fracht-Kosten.

Öl ist teuer? Gar nicht, denn die Hälfte des Sprit-Preises entfällt auf Steuern. Und die sind hausgemacht.

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