Es könnte sein, dass die Meerenge von Hormuz, durch die bis zu ihrer Blockade durch den Iran rund ein Fünftel der Erdöl- und Erdgastransporte der Welt abgewickelt worden sind, bald wieder für alle Schiffe freigegeben sein wird. Derzeit stecken im Persischen Golf ja noch rund 2000 Tank- und Frachtschiffe mit 20.000 Seeleuten an Bord fest, da der Iran die Meerenge blockiert hat und nur ausgewählte Schiffe (teils gegen eine hohe Transitgebühr) passieren lässt.
Aber selbst wenn die USA und der Iran sich tatsächlich auf ein Abkommen und eine Öffnung des Seeweges geeinigt haben, bleibt die bange Frage, wie sicher die Durchfahrt ist. Hat der Iran Seeminen ausgelegt?
Niemand im Westen weiß das mit Sicherheit. Experten gehen eher davon aus, dass die Straße von Hormuz minenfrei ist, schließlich ließ Teheran immer wieder Schiffe passieren. Aber eine Garantie dafür gibt es vorerst nicht.
Deshalb hat Deutschland bereits ein Minenräumschiff in die Region entsandt, das mit seiner speziellen Technik (etwa mit Unterwasserdrohnen) und den top ausgebildeten Experten an Bord in der Lage ist, Seeminen aufzuspüren und zu entschärfen. Minentaucher zählen zu einer der besten Sondereinheiten der deutschen Marine.
Wie gesagt, leicht möglich, dass in der Straße von Hormuz gar keine Minen ausgelegt worden sind. Aber es reicht die Angst vor den Minen, um den Seeweg quasi unpassierbar erscheinen zu lassen.
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