Gäbe es ihre Tochter nicht, würde sie gar nicht mehr auf die Beine kommen. In einem Interview mit dem „People“-Magazin enthüllte Christina Applegate, wie hart ihr Kampf gegen Multiple Sklerose ist. Die Schauspielerin beschreibt, dass sie wegen chronischer Schmerzen den Großteil des Tages ans Bett gefesselt ist. Dass sie sich dennoch fast täglich zwingt, aufzustehen und das Haus zu verlassen, ist ein Akt purer Mutterliebe.
Denn die „Eine schrecklich nette Familie“-Blondine bringt Tochter Sadie (15) regelmäßig zur Schule und zu Freizeitaktivitäten: „Ich will sie fahren – das ist mein Lieblingsmoment. Es ist die einzige Zeit, die wir ganz für uns allein haben.“ Für alles andere fehlt ihr die Kraft.
Leben ist manchmal „verdammt beschissen“
Danach fahre sie direkt wieder nach Hause und falle zurück ins Bett. Applegate gibt zu, dass ihr Leben alles andere als ein Zuckerschlecken ist – und weiß, dass sie damit nicht alleine ist: „Das Leben aller Menschen ist manchmal – entschuldigt den Ausdruck – verdammt beschissen. Also bin ich so ehrlich und direkt, wie ich nur sein kann.“
Die Schauspielerin hat gerade ihre Memoiren beendet, die am 3. März unter dem Titel „You With The Sad Eyes“ erscheinen sollen. In dem sehr persönlichen Buch schreibt sie nicht nur über ihren Kampf gegen die Krankheit – die gebürtige Kalifornierin blickt auch schonungslos zurück auf ihre Zeit als Kinderstar, auf häusliche Gewalt, sexuellen Missbrauch und das Aufwachsen mit einer alleinerziehenden Mutter.
Packt über schwierige Kindheit aus
Die 54-Jährige ist die Tochter der Schauspielerin Nancy Priddy, die mit einer Heroinabhängigkeit kämpfte und einen gewalttätigen Partner hatte. Applegate: „Ich glaube, ich hatte zwischen drei und sieben Jahren die schlimmste Situation überhaupt: alleinerziehende Mutter, Männer, die ein und aus gingen, Drogen.“ Bis heute verfolgt sie das Erlebte: „Es ist immer besonders schön, deine Mutter weinend auf dem Boden zu sehen – und keiner kümmert sich um dich.“
Auf Instagram teilte Applegate kürzlich ein Kinderfoto von sich:
Auch sie selbst geriet später in eine Beziehung, die von Gewalt geprägt war. „Meine Mutter sagte immer: ,Ich habe noch nie einen Junkie getroffen, den ich nicht mochte.‘ Und genau so habe ich auch gelebt“, gibt Applegate zu.
Memoiren sollen „wahr, unverziert, real“ werden
In einer November-Folge ihres Podcasts „MeSsy“ sprach sie über ihren Freund Lee Grivas, der 2008 mit nur 26 Jahren an einer Überdosis starb. Sie habe alles versucht, um ihm zu helfen: „Und er wollte trotzdem immer wieder fliehen. Als er starb, dachte ich nur: ,Verdammt noch mal.‘“
Anfang Februar verriet Applegate ihren fast einer Million Followern, dass sie an ihrer Autobiografie arbeitet. Sie versprach schonungslose Offenheit: „Ich habe keinen Platz mehr für Unaufrichtigkeit oder versteckte Bedeutungen. Alles, was ich sage, ist wahr, unverziert und real.“
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