Wer in die Vereinigten Staaten fliegt und keinen amerikanischen Pass hat, gilt ab sofort nicht mehr als Tourist oder „Nicht-Bürger“. Die Trump Regierung ordnete an, dass die Flugsicherheitsbehörde TSA jeden Einreisenden ab sofort als „Alien“ betiteln muss.
Der Begriff bezieht sich nicht nur auf Außerirdische, er bedeutet auch „Fremdlinge“ oder „Ausländer“ und wird häufig (insbesondere mit dem Adjektiv „illegal“) im negativen Kontext benutzt.
Das war auch der Grund, warum Joe Biden das Wort fast vollkommen aus seinem Vokabular bei Reden gestrichen und auch seine Behörden dazu aufgefordert hatte. Auch die Grenzbeamten des Heimatschutzministeriums führten ausländische Besucher bislang als „Nicht-US-Bürger“. Das untersagt jetzt die neue Vorgabe von Heimatschutzministerin Kristi Noem.
Noem berief sich dabei laut „Bloomberg“ auf den „Immigrations- und Nationalitätenakt“ von 1952, in dem der Begriff „Alien“ für Menschen ohne US-Staatsangehörigkeit festgelegt wurde. Während Kritiker die Bezeichnung als „entmenschlichend“ und „historisch diskriminierend“ ansehen, lässt Donald Trump keine Gelegenheit aus, um „Aliens“ in seinen Reden oder Exekutivdekreten zu benutzen – oder über sie zu wettern.
Auf dem Papier ist die Änderung vor allem redaktioneller Natur. Sie aktualisiert die Formulierungen der Regeln der Transportation Security Administration (TSA), statt ein neues Kontrollverfahren einzuführen.
Passagiere – egal ob vom Mars oder aus Europa kommend – sollten daher nicht mit anderen Abtastkontrollen oder völlig neuen Ausweisprüfungen rechnen – nur weil die Terminologie in den Vorschriften geändert wurde. Das sehen viele Einwanderungsrechtsexperten anders. Sie führen an, dass es in der Vergangenheit häufig die Veränderung bürokratischer Sprache war, der politische Konsequenzen folgten.
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