Verein ist pleite

Vater arbeitet nachts, um am Tag Kind zu betreuen

Salzburg
30.05.2026 07:00

Diese Pleite hat weitreichende Folgen! Die Insolvenz des Tageselternzentrums in Salzburg stellt viele Familien vor große Probleme. Ab Montag hat beispielsweise die 15 Monate alte Carlotta keine Betreuerin mehr. „Sie muss daheimbleiben“, schildert ein betroffener Vater. Er muss nachts arbeiten, um am Tag sein Kind zu betreuen.

Wohin mit den Kleinen, wenn es in die Arbeit geht? Die Pleite des Tageselternzentrums (TEZ) trifft viele Eltern hart. Ab Montag haben einige keine Betreuung für ihre Kinder mehr. „Es ist irrsinnig schwierig“, erzählt Hans Farkas. Denn seine Tagesmutter zählt zu jenen, die nicht unter massivem Zeitdruck einen Vertrag bei einem neuen Rechtsträger unterschrieben hat – und damit ab Montag nicht mehr im Dienst ist. „Ich werde in der Nacht arbeiten und meine Frau dann am Tag“, sagt der verzweifelte Vater.

Direkte Anfragen bei Kinderbetreuungseinrichtungen verliefen bei ihm ins Leere – genauso wie Anfragen bei der Stadt Salzburg. „Dort hat es geheißen, wir sollen uns im Jänner 2027 melden, um einen Platz im September 2027 zu bekommen“, ist Farkas fassungslos. „Fast alle anderen Anbieter sind zudem komplett voll. Unsere Carlotta wird deshalb ab Montag daheimbleiben müssen.“

Homepage verweist nur mehr auf andere
Keine Hilfe finden Eltern auf der Homepage des Pleite-Vereins. Dort sind nur drei Sätze zur Insolvenz bzw. Infos zu Rechtsträgern zu finden – vom Hilfswerk über Koko bis zu neuen Anbietern „Bei uns dahoam“, „BeKi-Betriebliche Kinderbetreuung“ und „Einstieg“. Letzterer startet im Juli die Betreuung.

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