In Salzburgs Gemeinden

Brennersperre: Mehr Personal im Kampf gegen Stau

Salzburg
30.05.2026 06:00

Salzburgs Gemeinden rüsten sich für eine starke Reisewelle heute, die durch die Sperre der Brennerautobahn in Tirol bevorstehen könnte. Es wird befürchtet, dass sich der Verkehr komplett auf die Tauernautobahn und auch in den Pinzgau verlagern wird. Auch Abfahrtsverbote auf der A10 sind wieder aktiv.

Rund 200 Kilometer von Salzburg entfernt wird demonstriert, und ein ganzes Bundesland zittert. Denn durch die heutige Sperre der Brennerautobahn in Tirol könnte sich der gesamte Reiseverkehr auf die Tauernautobahn A10 verlagern. Die großen deutschen Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg haben noch eine Woche Pfingstferien und viele Reisen in den Süden.

„Wir erwarten eine ziemliche Verkehrslawine“, sagt Verkehrslandesrat Stefan Schnöll (ÖVP) und fügt hinzu: „Dass so eine Demo genehmigt wird, ist ein Tabubruch und eine Zumutung.“ Auf der deutschen Autobahn kommt es schon um 9 Uhr zur Sperre am Inntaldreieck Richtung Tirol, um gar nicht mehr so viele Autos Richtung Brenner zu lassen. Der Übergang ist die wichtigste Verbindung von Deutschland über Österreich nach Italien.

Der Verkehr könnte auch verstärkt über den Felbertauern laufen.
Der Verkehr könnte auch verstärkt über den Felbertauern laufen.(Bild: EXPA/ JFK)

Abfahrtssperren gibt es auch auf A8 in Bayern
Sorgen bereitet die Ankündigung dem Halleiner Bürgermeister Alexander Stangassinger (SPÖ): „Wir fürchten natürlich, dass viele über die A10 ausweichen werden und hoffen, dass die Abfahrtssperren funktionieren.“ Er appelliert, nicht nötige Fahrten zu unterlassen. Alle Stadtpolizisten werden am Samstag eingesetzt, können aber natürlich die Stadt nicht komplett überwachen. Da ist die Gemeinde auch auf die Hilfe der Verkehrspolizei und der Asfinag angewiesen.

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Ich hoffe, dass die Abfahrtssperren diesmal funktionieren und man aus der Vergangenheit dazugelernt hat.

Alexander Stangassinger, Bgm. Hallein

Abfahrtssperren gibt es auch auf der deutschen Autobahn A8. „Das hat sich vergangene Woche bei uns positiv ausgewirkt“, erklärt Schnöll.

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Ich denke, wir werden den Tag gut drüberbringen. Am Felbertauern wird aber Personal vorsichtshalber aufgestockt.

Thoma Ellmauer, Bgm. Mittersill

Entspannt sehen dem Wochenende Pinzgauer Gemeinden entgegen. Gerade Mittersill könnte aber via Pass Thurn und Felbertauern zur Ausweichroute für die Urlauber werden. „Ich denke, dass wir den Samstag gut drüberbringen werden. Es wurde ja frühzeitig und sehr breit über die Sperre informiert“, sagt der Stadtchef Thomas Ellmauer. Er hofft, dass die Reisenden ihre Fahrten anders geplant haben und nicht alle am Samstag fahren. Bei der Mautstation am Felbertauern wird das Personal aber vorsichtshalber aufgestockt, um mehr Autos abfertigen zu können.

Ebenfalls als Ausweichroute könnte die B311 durch Saalfelden benutzt werden. „Ich sehe es gelassen. Wir sind den Verkehr ja sowieso gewohnt“, so Bürgermeister Erich Rohrmoser. Er vermutet, dass eher die Strecke über Kitzbühel und Mittersill zum Problem werden könnte.

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