Kinderleicht erklärt

Mama, weißt du eigentlich, wie Rotz entsteht?

Gesund
26.02.2026 12:00

Sobald irgendwo das Wort „Rotz“ fällt, verziehen viele – meist Erwachsene – das Gesicht. „Iiih!“, heißt es dann schnell. Dabei hat das glitschige Zeug eine wichtige Aufgabe. In unserer Rubrik „Kinderleicht erklärt“ erfahren Mädchen und Buben sowie alle Interessierten dieses Mal mehr über dieses „Nasendings“.

Jeder Mensch produziert Rotz, jeden Tag, egal ob krank oder gesund. Fachleute nennen ihn auch Nasenschleim oder Nasensekret – das klingt schon viel weniger eklig, oder? Aber wie kommt es dazu?

Die Nase arbeitet wie eine kleine Putzstation. Jedes Mal, wenn du einatmest, gelangen winzige Staubkörner, Schmutzteilchen und manchmal auch gemeine Eindringlinge wie Bakterien oder Viren mit hinein. Damit die nicht einfach weiter in deinen Körper reisen, gibt es den Schleim. Er ist klebrig und sammelt den ganzen Dreck ein. So wird die Nase nicht nur schön feucht, sondern auch sauber.

Die Drüsen arbeiten wie fleißige Bienen
Hergestellt wird dieses Sekret von winzigen Drüsen, die in der Schleimhaut der Nase sitzen. Diese Drüsen sind fleißig wie Ameisen oder Bienen. Jeden Tag produzieren sie bis zu zwei Liter Schleim. Das klingt jetzt sehr, sehr viel, aber keine Sorge: Du merkst davon fast nichts. Ein Großteil davon rutscht unbemerkt in deinen Hals und du schluckst den Schleim einfach hinunter.

Erkältest du dich, bekommt deine Nase Stress. Ihre Schleimhaut schwillt an, weil plötzlich viele Krankheitserreger bekämpft werden müssen. Also heißt es: Mehr Schleim produzieren! Dein Körper schaltet dann einen Gang höher und gibt Gas – plötzlich können es sogar drei oder vier Liter pro Tag werden. Dann brauchst du ein Taschentuch nach dem anderen zum Schnäuzen.

Die meisten Kinder haben übrigens besonders viel Übung mit laufenden Nasen. Keine Angst, natürlich laufen sie nicht davon, sondern rinnen stark, was man auch „laufen“ nennt. Während Erwachsene nur ein paar Mal im Jahr Schnupfen haben, erwischt es die Jüngsten viel öfter – im Durchschnitt etwa achtmal jährlich. Aber auch zwölf Erkältungen und mehr pro Jahr sind nicht selten. Kein Wunder, denn das Immunsystem der Kinder hat noch nicht alle Viren „getroffen“, sondern lernt von Schnupfen zu Schnupfen dazu.

Ist Nasenbohren erlaubt?
Und dann ist da noch der „Nasenrammel“ oder „Popel“, also verhärteter Rotz. Fachleute nennen diese Borken oder Krusten. Sie entstehen, wenn Nasenschleim trocknet und sich mit dem eingesammelten Schmutz vermischt. Irgendwann hat die Nase davon genug und möchte die festen Reste wieder loswerden.

Also einfach in der Nase bohren? Lieber nicht. Dabei kann man die empfindliche Nasenschleimhaut verletzen, und schön sieht es auch nicht aus. Besser ist es, der Nase ein bisschen zu helfen: Wenn sie feucht bleibt (etwa durch feuchte Luft oder sanftes Schnäuzen), werden die Krusten weich und verabschieden sich oft von allein – ganz ohne „Bohrarbeiten“.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt