Auch Junge zahlen cash

Österreich bleibt absolute Bargeld-Hochburg

Wirtschaft
26.02.2026 20:34

An der Bargeld-Hochburg Österreich gibt es nichts zu rütteln: Während in einigen Ländern „Cash“ massiv eingebüßt hat, lassen sich die Menschen hierzulande ihre Scheine und Münzen ungern nehmen. Auch die Jungen zahlen lieber nicht mit Karte.

71 Prozent nutzen häufig Bargeld zum Bezahlen, damit ist Österreich im Spitzenfeld, auch wenn die Nutzung im Vergleich zum Vorjahr etwas abnahm (siehe Grafik unten). In der Generation 55+ ist die Nutzung mit 84 Prozent am häufigsten, doch auch die Mehrheit (57 Prozent) der 18- bis 24-Jährigen zahlt gerne „cash“.

Österreicher wollen Bares nicht verschwinden sehen
Für sieben von zehn Österreichern ist zudem klar: Eine Abkehr vom Bargeld darf es nicht geben – in keinem anderen Land ist die Meinung hier so eindeutig. Doch selbst in Ländern, in denen Bargeld weniger beliebt ist, sagen rund 40 Prozent, dass sie auch in Zukunft kein Verdrängen des Bargelds wollen.

Viele schätzen die Anonymität und dass es unabhängig von der Technik nutzbar ist. Außerdem behält man besser den Überblick, während das Bezahlen mit der Karte oft das Bewusstsein für Geld schmälert.

Bargeld ist bei Jung und Alt beliebt.
Bargeld ist bei Jung und Alt beliebt.(Bild: APA/EVA MANHART)
(Bild: Krone KREATIV/stock.adobe.com)

In nordischen Ländern weniger Bargeld-Fans
Andere Länder zeigen aber, dass eine Abkehr vom Bargeld schnell gehen kann. In Schweden nutzt nur noch ein Viertel häufig Kronen in Münz- und Scheinform, auch in Dänemark, Finnland und den Niederlanden sind die Bargeld-Fans in der Minderheit.

Am Festhalten der Österreicher an Scheinen und Münzen ändert auch die geplante Einführung des digitalen Euros nichts. 40 Prozent geben aber an, das neue virtuelle Geld gerne nutzen zu wollen, eine große Gruppe ist noch unentschlossen. Wichtig ist die kostenfreie Verwendung und dass er überall akzeptiert wird.

„Digitaler Euro ist nicht zu Ende gedacht“
Kritik am EZB-Projekt kommt aber von den Banken. Für Raiffeisen-Manager und Spartenobmann Michael Höllerer sei nicht klar, welches Ziel und welchen Vorteil das habe. „Das ist nicht zu Ende gedacht“, so Höllerer. Er schlägt eine Initiative privater Firmen vor. „Niemand kann glauben, dass der digitale Euro die Dominanz von US-Zahlungsdienstleistern bricht oder eine Krypto-Alternative ist.“

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

krone.tv

Top 3
Top Gutscheine
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung