Gefecht mit Speedboot
Erschossener auf Kuba wollte Aufstand anzetteln
Am Mittwoch hat die kubanische Küstenwache vier Menschen auf einem Schnellboot erschossen, das in den Vereinigten Staaten registriert war. Die Insassen seien schwer bewaffnet gewesen, hieß es. Nun hat der Bekannte eines erschossenen Mannes gesprochen. Dieser habe gegen die Regierung kämpfen wollen.
Das Volk hätte zum Aufstand bewegt werden sollen, sagte Wilfredo Beyra. Er habe zehn Tage vor dem Vorfall zuletzt mit seinem Bekannten Michel Ortega Casanova (54) gesprochen. Der Lkw-Fahrer habe mehrfach gesagt, „jederzeit“ aktiv zu werden. „In Florida gibt es mehrere Gruppen, die offen erklären, dass sie bereit sind, durch militärische Ausbildung für die Freiheit ihres Heimatlandes zu kämpfen. Und Michel gehörte zu einer dieser Gruppen“, erzählte der Mann der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag.
Beyra selbst ist Vorsitzender der politischen Organisation Kubanische Republikaner, die im US-Bundesstaat Florida ihren Sitz hat. Er habe den 54-Jährigen noch gewarnt, „dass es nicht der richtige Zeitpunkt für solche Aktionen für die Freiheit Kubas sei, dass er warten muss.“
In Florida gibt es mehrere Gruppen, die offen erklären, dass sie bereit sind, durch militärische Ausbildung für die Freiheit ihres Heimatlandes zu kämpfen.
Wilfredo Beyra, Vorsitzender Kubanische Republikaner
Sprengkörper und Sturmgewehre an Bord
Wie berichtet, hat die kubanische Küstenwache am Mittwoch bei einem Schusswechsel mit Insassen eines Schnellboots vier Menschen getötet und sechs weitere verletzt. Alle zehn seien Kubaner mit Wohnsitz in den Vereinigten Staaten, teilte das Innenministerium in Havanna mit. Das Kommando habe Kuba „zu terroristischen Zwecken“ infiltrieren wollen. Das Ministerium veröffentlichte die Namen von sieben der Besatzungsmitglieder, darunter Ortega Casanova.
An Bord seien „Sturmgewehre, Handfeuerwaffen, selbst gebaute Sprengkörper (Molotowcocktails), kugelsichere Westen, Zielfernrohre und Tarnuniformen“ entdeckt und beschlagnahmt worden, hieß es weiter. Zuvor hatte das kubanische Innenministerium mitgeteilt, das „illegale“ Schnellboot sei von der Küstenwache in einer Seemeile Entfernung von der Küste der Provinz Villa Clara gesichtet worden. Als sich das Schiff der Küstenwache dem Schnellboot genähert habe, seien von dort Schüsse abgefeuert worden. Dabei sei der Kommandant des kubanischen Schiffs verletzt worden. In dem nachfolgenden Schusswechsel wurden dann Personen getötet und verletzt. Die Verletzten wurden laut Havanna vom Boot geholt und versorgt.
Der Generalstaatsanwalt von Florida, James Uthmeier, teilte mit, er habe Ermittlungen zu dem Vorfall angeordnet. Kuba liegt nur etwa 145 Kilometer von der Südspitze Floridas entfernt.









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