Model in Erklärungsnot

Naomi Campbell hatte jahrelang Kontakt zu Epstein

Society International
08.02.2026 11:01
Porträt von krone.at
Von krone.at

Naomi Campbell scheint nicht die ganze Wahrheit über ihre Beziehung zu Jeffrey Epstein gesagt zu haben. Neu veröffentlichte E-Mails aus den Epstein-Akten zeigen, dass sie ihm näher stand, als sie bisher zugegeben hatte – und das auch noch nach seiner Verurteilung wegen Sexualdelikten an einem minderjährigen Mädchen.

Schauspieler, Politiker, Musiker, Models und Royals: Langsam kommen immer mehr Namen ans Licht, die mit dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein in Verbindung standen. Darunter befindet sich auch das Supermodel Naomi Campbell.

Seiten voller Gespräche und Nachrichten
In den Akten finden sich 25 Seiten E-Mails und Notizen, die belegen, dass Campbell immer wieder in Kontakt mit dem Sexualstraftäter stand. Sie lud ihn wiederholt zu Veranstaltungen ein, telefonierte oder traf sich mit ihm und bat ihn sogar, in seinem Privatjet fliegen zu dürfen, wie die „Daily Mail“ berichtet.

Naomi Campbell: „Muss unbedingt mit ihm sprechen“
Auch nach Epsteins Verurteilung im Jahr 2008 wegen Sexualdelikten an einem minderjährigen Mädchen ließ sich Campbell offenbar nicht davon abhalten, mit ihm in Kontakt zu bleiben. Die Akten bringen Details mehrerer Nachrichten ans Licht, die die beiden ausgetauscht haben. „Bitte rufen Sie Naomi sofort an“, heißt es in einer Nachricht aus dem Jahr 2015. „Sie sagt, sie müsse unbedingt mit Ihnen sprechen.“

Gespräche über Bikini-Kollektion
In einer früheren Nachricht aus dem Jahr 2005 fragt Campbell, ob er sich ihre Bademodenkollektion für Victoria‘s Secret ansehen werde: „Hallo, hier ist Naomi. Ich würde gerne wissen, wann ich mit Jeffrey über meine Bademodenkollektion für ein Treffen mit Victoria‘s Secret sprechen kann. Ich habe Fotos und einige der Badeanzüge dabei.“

Campbell wollte bei Kauf einer Luxuswohnung in Moskau helfen
E-Mails zwischen dem Model und Epstein enthüllten auch, dass sie ihm beim Kauf einer Luxuswohnung in der Nähe des Kremls helfen wollte. 2008 – ein Jahr nach seiner Verurteilung wegen Anwerbung eines Kindes zur Prostitution – leitete er dem Ex-EU-Kommissar Peter Mandelson Details zu einer Penthouse-Wohnung nahe Moskaus weiter.

Jeffrey Epstein in seinem Privatflugzeug, in dem auch Campbell gerne mitfliegen wollte.
Jeffrey Epstein in seinem Privatflugzeug, in dem auch Campbell gerne mitfliegen wollte.(Bild: AFP/HANDOUT)

Dieser bot an, die „tolle Frau“ des Kreml-Oligarchen Oleg Deripaska, die sich um Immobilien kümmerte, um ihre Meinung zu fragen. Ein pikanter Vorschlag, denn Mandelson stand damals bereits im Visier der EU-Geheimdienste. Auch Supermodel Campbell soll tief in die Geschichte verstrickt gewesen sein. Sie soll den Kontakt zum Verkäufer, ihrem damaligen Freund und Immobilien-Milliardär Wladislaw Doronin, vermittelt haben.

Model lud Epstein zu mehreren Events ein
Im Jahr 2010 ähnelte die Beziehung eher einer Freundschaft als einer Geschäftsbeziehung, da Campbell ihn offenbar zu drei Partys eingeladen hatte: Zu ihrer glamourösen Geburtstagsgala in Cannes, zu einer Wohltätigkeits-Modegala, die sie organisierte, und zu einer Dolce & Gabbana-Veranstaltung zu ihren Ehren in Paris.

2016 wollte sie in Privatjet mitfliegen
Im Jahr 2016 gab es eine Reihe von Kontakten, da Campbell offenbar versuchte, in Epsteins Privatflugzeug mitzufliegen. „Naomi kümmert sich um die Nutzung des Flugzeugs … sie sagte, sie habe mit Ihnen darüber gesprochen und hofft, dass Sie sie bald anrufen können … sie muss Bescheid wissen“, schreibt Epsteins Assistentin.

Campbell hatte Epsteins Verhalten zuvor als „unentschuldbar“ bezeichnet. Sie sagte: „Als ich hörte, was er getan hatte, wurde mir übel … Ich stehe an der Seite der Opfer.“ 

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