Mo, 18. Juni 2018

Aller guten Dinge...

28.12.2006 16:58

Gute Vorsätze - so halten sie

Alle Jahre wieder nach der Weihnachtszeit kommen die guten Vorsätze zum Zug. Spätestens in der Silvesternacht überlegen wir uns, was wir im neuen Jahr alles tun oder lassen wollen. Die meisten Österreicher wollen etwas für ihre Gesundheit tun. Nur – meist halten die Vorsätze nicht lang. Dafür gibt es drei gute Gründe.

Gute Vorsätze sind dazu da, sie zu brechen, könnte man meinen. Tatsächlich wäre es aber schon fein, wenn wir sie umsetzen könnten, denn je öfter wir mit solchen Dingen scheitern, desto mehr sinkt die Chance, dass wir überhaupt irgendwas umsetzen können. Schließlich lernen wir, dass wir Versager sind. Also: Wenn Vorsätze, dann richtig. 

1. Mach es konkret!
Wer seinen Vorsätze schwammig formuliert, braucht sich nicht wundern. Fasse deinen Vorsatz so konkret wie möglich. Schluss mit "mehr"- oder "weniger"-Formulierungen! Also nicht: Ich werde weniger essen, rauchen, Alkohol trinken, fernsehen oder Ich werde mehr Sport treiben, im Haushalt helfen, mich mehr um die Kinder kümmern. Lege Einzelheiten fest:  

"Jeden Dienstag, Donnerstag und Sonntag werde ich abends um das Wohnviertel joggen und sollte ich weniger als eine Viertelstunde benötigen, drehe ich eine zweite Runde. Kommt ein Termin dazwischen, laufe ich am folgenden Tag." 

"Ich esse weniger, indem ich nachmittags auf den Kuchen verzichte, abends eine Scheibe Brot weniger esse und mittags auf den Nachtisch verzichte." 

2. Nimm dir nicht zu viel vor!
Wer an sich selbst zu hohe Ansprüche stellt, braucht auf den Frust nicht lange zu warten. "Ich esse nie wieder Süßigkeiten" - das ist kaum durchzuhalten und eher eine Selbstbestrafung als ein guter Vorsatz. Wie wäre es - realistischer - mit "ich schreibe mir jeden Tag auf, wie viele Süßigkeiten ich esse". Das ist durchzuhalten und keine Strafe.

Ganz nebenbei führst du dir aber mit diesem Trick selbst vor Augen, wie viel du nascht. Und das wiederum hilft vielleicht, den Konsum einzuschränken.
 

Große Ziele lassen sich in mehrere kleine Teilaufgaben zerlegen, die du Schritt für Schritt bewältigst. 

3. Steh dazu!
Wer sich gute Vorsätze ausdenkt, nur weil gerade Silvester ist, kann sich das eigentlich gleich sparen. Wenn du davon überzeugt bist, dass du etwas tun oder lassen willst, dann kannst du das jederzeit tun. Aber natürlich ist es ein plakatives Datum und es ist relativ einfach, eine Erfolgsbilanz zu ziehen; z.B. „Ich habe das ganze Jahr noch nicht geraucht, das sind schon xy Tage oder Wochen.“ 

Damit haben wir auch schon die drei Hauptgründe für ein Scheitern aufgezählt. Hier noch ein paar Tipps, die dir helfen können: 

  • Sprich deinen Vorsatz vor deinem Partner oder Freunden laut aus und bitten um Kontrolle und Unterstützung. Damit gewinnt Ihr Vorsatz an Ernsthaftigkeit, du wirst alles tun, um vor deinen Freunden nicht als Versager da zu stehen.
  • Plane genau, wie du mit Versuchungen und Hemmnissen umgehen wirst. Du willst dich ändern, aber deine Umgebung bleibt wie bisher. Überleg dir also zum Beispiel, wie du reagierst, wenn dich deine Kollegen als angehenden Nichtraucher zum Rauchen überreden wollen oder dir einfach nur eine Zigarette anbieten. Oder was passiert, wenn es in Strömen regnet, die Straßen glatt sind oder bei 35 Grad die Sonne vom Himmel brennt, du aber täglich mit dem Fahrrad in die Arbeit fahren willst. Überleg dir alle Eventualitäten und wie du damit umgehen wirst, damit deine Vorsätze nicht daran scheitern. 
  • Plane nicht nur, etwas zu unterlassen, sondern auch, was du statt dessen tun wirst. Was machst du etwa mit der Leere, die die fehlende Zigarette hinterlässt?  
  • Von Rückschlägen nicht aus der Bahn werfen lassen. Versagen zwar nicht einplanen, aber auch nicht das gute Vorhaben aufgeben, nur weil du ein oder zwei Mal nicht durchgehalten hast. Verzeihe dir den Fehler und nimm dir vor, von nun an umso konsequenter zu sein. 
  • Leg genau fest, welche Veränderung du als vollen Erfolg bewerten wirst. Damit hast du eine Erfolgskontrolle.

 

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