Das letzte Mal war der Finaleinzug für Österreich Nadine Beiler 2011 geglückt. Nun tritt Wurst am Samstagabend bei der großen Endrunde in Dänemarks Hauptstadt gegen 25 weitere Länder an. Die Wettbüros räumen der Diva der besonderen Art dabei derzeit zumindest einen Platz unter den Top Ten ein.
Außer Österreich schafften es noch Finnland, Norwegen, Malta, Griechenland, Polen, Rumänien, die Schweiz, Slowenien und Weißrussland ins Finale. Neben den Fixstartern Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Dänemark konnten sich im ersten Halbfinale am Dienstag bereits Armenien, Aserbaidschan, Island, Montenegro, die Niederlande, Russland, San Marino, Schweden, die Ukraine, sowie Ungarn qualifizieren.
krone.at hat für Sie live vom zweiten Halbfinale in Kopenhagen berichtet. Den gesamten Ticker gibt's hier zum Nachlesen.
Für ihren Aufstieg in die Finalrunde hatte sich Conchita Wurst freilich richtig ins Zeug geworfen. Sie trat in einer goldfarbenen Robe an, die der Travestiekünstler Tom Neuwirth, der hinter bzw. in der Kunstfigur Conchita Wurst steckt, gemeinsam mit ORF-Modechefin Ariane Rhomberg selbst entworfen hatte. Markantestes Merkmal des Kleides, für das 20 Meter Glitzertüll und acht Meter Glitzerspitze verarbeitet wurden, ist die drei Meter lange Schleppe.
Böse Kritik im Vorfeld
Doch neben vielen Glückwünschen aus Österreich und dem Ausland hatte sich Conchita Wurst in den vergangenen Wochen auch Kritik und böser Worte aussetzen. Alf Poier etwa, der 2003 ebenfalls beim Song Contest sein Glück versuchte, zog in einem Interview derb über die Diva her. Sie sei ein "künstlich hochgezüchtetes Monster", wetterte er gegenüber der "Ganzen Woche" und setzte nach, er könne mit "dieser verschwulten Zumpferl- Romantik" einfach nichts anfangen. Außerdem finde er Conchitas Song "Rise Like A Phoenix" einfach nur "peinlich".
Poiers Aussagen stießen auf viel Gegenwehr. Sogar der Manager des Kabarettisten, René Berto, bezeichnete die Sager als "illoyal, beleidigend und respektlos". Einen Fürsprecher jedoch fand Poier: FPÖ-Chef Heinz-Christner Freiheitlichen in den Sofiensälen zu dieser Thematik und lobte Poier für seine "mutigen" Aussagen. Er würde ebenfalls nicht verstehen, warum der ORF Conchita Wurst, "ein 'Es', ein 'Er' oder eine 'Sie'", beim Song Contest begleiten würde.
Und Conchita selbst? Die lässt die negative Aufregung um ihre Person ziemlich kalt. "Ich mache mein Wohlbefinden nicht von der Meinung anderer abhängig", erklärte die bärtige Sängerin am Tag vor ihrem Semifinal-Auftritt im Interview mit der "Krone". "Primär bin ich für die Menschen da, die mich gerne sehen wollen, und das werde ich auch weiterhin so handhaben. Und was all jene Menschen betrifft, die nur gegen mich wettern, denen sag ich einfach nur: Danke für die Aufmerksamkeit!" Nun, ihre Kritiker hat Conchita für's erste zum Schweigen gebracht. Jetzt heißt es Daumen drücken für das große Finale am Samstag!
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