Zehn Tiere tot
Ganzes Wolfsrudel in italienischem Park vergiftet
Zehn Wölfe sind in der Ortschaft Alfedena im Nationalpark der mittelitalienischen Bergregion Abruzzen mit Gift getötet worden. Besonders problematisch ist, dass sich dies auch auf andere Wild- und Haustiere verheerend auswirken kann.
Die Tierschutzorganisation WWF verurteilte die Vorfälle scharf und sprach von „einem der schwersten Verbrechen gegen die Natur der letzten zehn Jahre“. Nach Ansicht der Organisation könnte die Herabstufung des Schutzstatus des Wolfs die Wilderei begünstigen.
Wölfe seien ein zentraler Bestandteil der Biodiversität in Italien und spielten eine wichtige Rolle im Ökosystem. Wirtschaftliche Schäden oder Nutzungskonflikte könnten solche Taten nicht rechtfertigen. Gefährdet seien außerdem andere Wildtiere, da Gift wahllos wirke.
- Nach Angaben von Experten leben in Italien rund 3500 Wölfe – mehr als in jedem anderen EU-Land. Zum Vergleich: In Österreich sind lediglich 121 Wölfe heimisch.
- Der Wildtierexperte Piero Genovesi des wissenschaftlichen Instituts ISPRA bezeichnete die Vergiftung in den Abruzzen als „äußerst schwerwiegend“. Zugleich betonte er, dass ein Zusammenleben von Mensch und Wolf möglich sei, wenn Schutzmaßnahmen konsequent umgesetzt würden.
„Beispielloser Vorfall“
„Die Tötung von zehn Wölfen ist ein schwerer und beispielloser Vorfall, der aus einem Klima des Hasses gegenüber Wildtieren entsteht, der auch aus der Entscheidung resultiert, den Schutzstatus auf europäischer Ebene zu senken“, erklärte auch der Umweltschutzverband Legambiente.
Die lokale Staatsanwaltschaft ermittelt. „Bären und Wölfe sind Ausdruck der Kultur dieser Region“, unterstrich der leitende Staatsanwalt Luciano D‘Angelo.









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