Trotz wirtschaftlich herausfordernder Zeiten bleibt der Gründergeist in Kärnten ungebrochen. Im Jahr 2025 wurden 2348 neue Betriebe gegründet, ein Anstieg um 104 gegenüber dem Jahr davor. 48,2 Prozent der Firmen wurden von Frauen gegründet.
In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten entscheiden sich immer mehr Menschen in Kärnten für die Selbstständigkeit. Im Jahr 2025 wurden 2348 neue Betriebe gegründet, ein Anstieg um 104 gegenüber dem Jahr davor. Die meisten Unternehmensgründungen entfielen auf Klagenfurt-Stadt (520) vor Spittal (287) und Klagenfurt-Land (272). Auch in Hermagor wird intensiv gegründet.
48 Prozent der Gründer sind Frauen. Und 82 Prozent der neuen Betriebe sind auch nach drei Jahren noch aktiv.

Lucija Wakounig, Leiterin Gründerservice
Bild: WIrtschaftskammer
Gewerbe und Handwerk sind die Nummer eins
Gewerbe und Handwerk liegen bei den Sparten mit 38,2 Prozent an erster Stelle, gefolgt vom Handel mit 25,6 Prozent sowie Information und Consulting mit 21,4 Prozent. Zu den stärksten Gründungsbranchen zählen Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT, Werbung und Marktkommunikation, Versand- und Internethandel sowie persönliche Dienstleistungen.
Neue Betriebe sind sie ein zentraler Motor für Beschäftigung. Weniger Behördengänge sind für die Gründer aber erforderlich.

Nika Basic, Landesvorsitzende der Jungen Wirtschaft
Bild: WKK, Christian Gössler
„Die Firmen erweisen sich als nachhaltig“, meint Lucija Wakounig, die Leiterin des Gründerservice bei der Kammer. „82 Prozent der Unternehmen sind auch nach drei Jahren noch aktiv. Mehr als im österreichweiten Schnitt (79 Prozent). Das Durchschnittsalter der Gründer ist mit 36,9 Jahren niedrig. Besonders stark ist die Dynamik bei jungen Gründern. Die größten Zuwächse verzeichnen die unter 20-Jährigen sowie Altersgruppen zwischen 20 und 30.
Auffallend hoch ist der Frauenanteil der Firmengründer, der mit 48,2 Prozent über dem österreichweiten Durchschnitt von 45,7 Prozent liegt.“ In Villach führen Frauen auch ein Möbelhaus. Christine Singer bietet gemeinsam mit Tochter Julia und Schwester Bettina Hauser den großen Möbel-Konzernen die Stirn. 15 Personen arbeiten im Betrieb. Die neuen Betriebe 2023 lösten in Kärnten eine Wertschöpfung von 257 Millionen Euro aus und sichern 3500 Arbeitsplätze.
Das gehört für Gründer geändert
„Damit sind sie ein zentraler Motor für Beschäftigung, Wertschöpfung und Standortstabilität in Kärnten. Neugründungen schaffen damit nicht nur Selbstständigkeit, sondern Perspektiven für ganze Regionen“, sagt Nika Basic, Landesvorsitzende der Jungen Wirtschaft. Dennoch fordert sie Reformschritte. „Gründer sagen deutlich, was sie bremst – der Zugang zu Kontakten, komplizierte rechtliche Anforderungen und Amtswege, hohe und schwer planbare Sozialversicherung.“ Einen kompakten Überblick über alle relevanten Themen bietet der Tag der Gründung, der am 26. März in der Wirtschaftskammer Kärnten stattfindet. Dort können angehende Unternehmer persönliche Beratungsgespräche führen, sich mit Experten austauschen und praxisnahe Informationen erhalten.
Drei Kontinente als Spielfeld
Die Wietersdorfer Gruppe baut ihre strategischen Kompetenzen weiter aus. Der Villacher Lukas Himler-Bürger kriegt dabei eine wesentliche Rolle. Der 33-Jährige ist künftig dafür zuständig, wie sich der Konzern in Lateinamerika, Australien und Afrika vergrößern könnte. Die Wietersdorfer Gruppe ist dort im Rohrbereich federführend. Der letzte Zukauf einer Firma passierte auch im Dezember 2024 in Australien.
„Unsere internationale Ausrichtung und die zunehmende Dynamik unserer Märkte erfordern eine klar strukturierte und konsequent umgesetzte Gruppenstrategie“, betont Michael Junghans, CEO der Wietersdorfer Gruppe, die 2024 1,1 Milliarden Euro Umsatz machte. „Lukas Himler-Bürger bringt seine internationale Beratungserfahrung sowie ein fundiertes Verständnis industrieller Wertschöpfung ein.“ Vor seinem Eintritt in die Wietersdorfer Gruppe war Himler-Bürgerbei McKinsey & Company tätig, wo er Unternehmen bei strategischen Fragestellungen, Transformations- und Wachstumsprogrammen begleitete.
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