Geheime Tonaufnahmen

Trump-Loyalist spottete vor Spendern über Trump

Außenpolitik
28.01.2026 15:55
Porträt von krone.at
Von krone.at

US-Senator Ted Cruz hat nun gehörigen Erklärungsbedarf! Der Texaner gilt eigentlich als eingefleischter Loyalist von US-Präsident Donald Trump. Eine veröffentlichte Tonaufnahme lässt jedoch das genaue Gegenteil vermuten.

Der geleakte Audiomitschnitt, der dem Portal „Axios“ zugespielt wurde, sorgt für politisches Aufsehen. Der Republikaner soll im vergangenen Jahr Trumps Zollpolitik scharf kritisiert haben. Besonders den sogenannten „Liberation Day“, bei dem Trump umfassende Zölle auf US-Importe ankündigte, verspottete Cruz. Die Aufnahmen stammen offenbar aus Gesprächen mit Parteispendern im vergangenen Jahr.

Streit mit Trump am Telefon
In den Mitschnitten beschreibt Cruz etwa ein Telefonat mit Trump nach der Zollankündigung. Gemeinsam mit anderen Senatoren warnte er den Präsidenten vor den wirtschaftlichen Folgen der Zölle. Trump soll laut Cruz schlecht gelaunt gewesen sein, geschrien und geflucht haben. Eine angebliche Antwort Trumps an Cruz lautete: „Fuck you, Ted!“

Diese Spannungen hatte Cruz bereits im April 2025 öffentlich angedeutet, als er – wie berichtet – vor einem „politischen Blutbad“ warnte.

Zitat Icon

Fuck you, Ted!

Donald Trump

Scharfe Worte über JD Vance
Auch Vizepräsident JD Vance bekam in den privaten Gesprächen Kritik ab. Cruz soll ihn als „Schützling“ des konservativen Kommentators Tucker Carlson bezeichnet haben. Wörtlich sagte er laut „Axios“: „Tucker hat JD erschaffen.“ Diese Aussagen zeigen eine klare Distanz zu Vance, obwohl Cruz öffentlich als loyaler Unterstützer der Regierung gilt.

Die geleakten Tonaufnahmen setzen Cruz unter Druck, der mittlerweile zurückruderte. Ein Sprecher des Senators erklärte, dass der einflussreiche Texaner weiterhin der „größte Verbündete des Präsidenten im Senat“ sei. Es handle sich um interne Konflikte.

Das Weiße Haus hat sich bisher nicht zu den Mitschnitten geäußert. Die Gesamtlänge der Aufnahmen beträgt etwa zehn Minuten. Im politischen Washington wird gemunkelt, dass Cruz eine Präsidentschaftskandidatur für das 2028 ins Auge gefasst hat. Vance wird bei Buchmachern bisher als Favorit auf Trumps Nachfolge gehandelt.  

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