Ein Paar aus Wien kam bei einer mehrtägigen Tour ausgerechnet bei der letzten Route bei Nebel und Schneefall vom Weg ab. Acht Bergretter musste das Duo retten. Die aktuell teils noch winterliche Witterung in höheren Lagen wird oft unterschätzt.
Auch wenn es im Tal diese Woche wieder zunehmend sonnig und mild wird, darf die Situation in den Bergen nicht unterschätzt werden. Denn vergangene Woche gab Frau Holle noch einmal ein kräftiges Lebenszeichen von sich, und der Neuschnee wird noch länger liegen bleiben. Da kann es schnell einmal passieren, dass man bis zu den Knien in der weißen Pracht steckt.
Mehrtägige Tour geplant
Mit welchen Herausforderungen in der Höhe die Wanderer aktuell konfrontiert werden, zeigt ein Fall vom Samstag. Mit insgesamt acht Mann musste die Bergrettung Steyr/Losenstein am Nachmittag am Dürrensteigkamm ausrücken.
„Ein Paar aus Wien machte eine mehrtägige Tour und war seit Donnerstag von Hütte zu Hütte unterwegs. Am Samstag starteten die beiden um 7.30 Uhr ihre letzte Tour und wollten zur Langflackenmauer. Sie hatten aber das Pech, dass sie in eine Schlechtwetterfront gerieten“, schildert Michael Mauler, Einsatzleiter der Bergrettung.
Paar war sehr gut ausgerüstet
Das Duo war zwar mit Grödeln (Schneeketten für Schuhe), Bergschuhen, Biwaksack und Schlafsack bestens ausgerüstet, doch gegen das wechselnde Wetter war es machtlos. „Wegen des Nebels konnte man keine 15 Meter weit sehen und es gab an dem Tag zehn Zentimeter Neuschnee. Die beiden kamen deshalb vom Weg ab und gerieten in steiles Gelände. Dort konnten sie nicht mehr weiter und setzten den Notruf ab“, so Mauler. Wegen der Verhältnisse war eine Rettung durch den Hubschrauber nicht möglich. Die Bergretter kämpften sich zu Fuß zu dem Paar durch: „Das war auch für uns eine große Challenge.“
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