Der Tod ist gewiss, der Zeitpunkt nicht. Viele stellen sich schon zu Lebzeiten die Frage: Was wünsche ich mir nach meinem Ableben? Die persönliche Antwort kann man in Workshops zum eigenen Begräbnis niederschreiben, die von der katholischen Kirche angeboten werden.
Im Laufe der Geschichte wurde der Tod immer mehr zum Tabu. „Unsere heutige Gesellschaft ist auf Jugendlichkeit, Leistung und Effizienz aufgebaut – dass man kränkelt, altert oder gar stirbt, passt da nicht dazu“, sagt Diakon und Trauerbegleiter Bernhard Pletz. Doch er beobachtet auch eine Gegenbewegung von Menschen mit steigendem Interesse. Das zeichnet sich in seinen Workshops ab, in denen man das eigene Begräbnis planen kann: Wie soll die Trauerfeier ausschauen? Wer soll sie finanzieren? Wie werde ich bestattet?
Immer beliebter werden Kremationen. „In den vergangenen beiden Jahren lag das Verhältnis bei etwa 80 Prozent Feuerbestattungen zu 20 Prozent Erdbestattungen“, berichtet Alexander Hovorka, Geschäftsführer der Bestattung Himmelblau. Rückzuführen sei das auch auf den Trend zu Waldfriedhöfen.
Unsere Gesellschaft ist auf Jugendlichkeit, Leistung und Effizienz aufgebaut – dass man kränkelt, altert oder gar stirbt, passt da nicht dazu.

Bernhard Pletz
Bild: Diözese Graz-Seckau
Steigend sind zudem die Kosten: Im Durchschnitt liegen sie zwischen 4500 und 10.000 Euro. Ein Begräbnis mit Urne zu Hause und ohne Trauerfeier sei ab etwa 2900 Euro möglich.
Interne Statistiken von Himmelblau – offizielle Branchenzahlen gibt es nicht – zeigen zudem deutlich: Bestattungsvorsorge wird immer beliebter. „Im vergangenen Jahr ist die Zahl der abgeschlossenen Vorsorgen um 48 Prozent gestiegen“, sagt Hovorka. Pletz hält seinen nächsten Begräbnis-Workshop am 28. Mai in Kirchberg an der Raab ab. „Bis jetzt waren sie immer ausgebucht.“
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