Einige Vermisste
Wohnhaus in Deutschland komplett eingestürzt
In Sachsen ist am Montagabend ein Wohnhaus komplett eingestürzt. Drei Menschen werden vermisst, die Rettungskräfte suchen auf Hochtouren nach den Verschütteten. Die Ursache für den Einsturz dürfte eine Gasexplosion gewesen sein.
Nach dem Einsturz eines Gründerzeithauses in Görlitz wurden anfangs fünf Menschen vermisst, zwei Abgängige seien kurz nach Mitternacht aufgetaucht, ihnen gehe es gut, teilte eine Sprecherin der Polizei mit. Nach den weiteren drei Personen wird gesucht.
Gasexplosion als mögliche Ursache für das Unglück
Die Polizei schrieb auf der Plattform X, möglicherweise habe es in dem Mehrfamilienhaus eine Gasexplosion gegeben. Es war ein Leck gefunden worden, hieß es. Aus diesem Grund müssten die Einsatzkräfte am Unfallort auch sehr vorsichtig vorgehen.
Schutt wird abgetragen
Nachdem am Abend versucht worden sei, Verschüttete mit Hilfe von Spürhunden zu finden, sei gegen 2 Uhr begonnen worden, den Schutt vorsichtig abzutragen – sowohl mit einem Bagger als auch händisch, wie die Sprecherin in den frühen Morgenstunden berichtete. Die Helfer gäben alles, ergänzte sie.
Ein Mann, der befürchtete, seine Frau und seine Cousine könnten unter den Trümmern liegen, sagte, er habe beim Einkauf in einem nahen Supermarkt eine Explosion gehört. Erst am Nachmittag sei er gemeinsam mit den beiden Frauen angekommen, um in dem Haus in einer Ferienwohnung Urlaub zu machen. Als er vom Supermarkt zurückgekommen sei, habe er nur noch einen großen Haufen Schutt an der Stelle des Hauses vorgefunden.
Unfallstelle weiträumig evakuiert
Nach dem Zusammensturz des Gebäudes in der James-von-Moltke-Straße unweit des Görlitzer Bahnhofs war die Unfallstelle zunächst weiträumig evakuiert und abgesperrt worden. Dann begann die Suche nach Toten oder Verletzten. Polizei, Feuerwehr und Katastrophenschutz waren am Unglücksort.
In dem eingestürzten Haus befanden sich nach Angaben der Polizei Miet- und Ferienwohnungen. Nach Angaben des Ordnungsamtes handelt es sich bei dem Haus um ein Haus der Wohnungsbaugesellschaft KommWohnen, die ein Tochterunternehmen der Stadt Görlitz ist.
Görlitz ist die östlichste Stadt Deutschlands, sie liegt in der sächsischen Oberlausitz direkt an der Neiße und hat 57.000 Einwohner. Seit 1998 bildet Görlitz zusammen mit der östlich gelegenen polnischen Nachbarstadt Zgorzelec eine grenzüberschreitende Europastadt. Wegen der historischen unzerstörten Altstadtkulisse ist die Stadt auch ein gefragter Drehort für internationale Filmproduktionen.








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