Glück wird oft als Laune des Schicksals betrachtet. Doch ein großer Teil unseres Wohlbefindens ist erlernbar. Was esoterisch klingt, ist wissenschaftlich belegt: Glück lässt sich trainieren - ähnlich wie Ausdauer, Konzentration oder Muskelkraft. Wir haben die besten Methoden für Sie!
„Glück ist kein Geschenk, sondern ein Verhalten. Wer es regelmäßig übt, erlebt es häufiger“, erklärt die klinische Psychologin, Gesundheits- und Arbeitspsychologin Mag. Dr. Karin Flenreiss-Frankl. Mit anderen Worten: Wir können unser Glück aktiv mitgestalten.
Doch was steckt hinter dem Konzept des Glückstrainings? Es umfasst Methoden, die das Gehirn darauf ausrichten, positive Erfahrungen bewusster wahrzunehmen. Denn unser Nervensystem ist evolutionär darauf programmiert, Gefahren stärker zu registrieren als schöne Momente. Ein Mechanismus, der früher überlebenswichtig war – heute aber oft unnötigen Stress erzeugt. „Wir übersehen das Gute, weil unser Gehirn ständig nach dem Schlechten sucht“, erklärt die „Krone“-Expertin. „Glückstraining korrigiert diese Schieflage.“
Glück ist kein Dauerzustand, es sind mehr die Glücksmomente. Aber wir können die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass wir es erleben.

Mag. Dr. Karin Flenreiss-Frankl, klinische Psychologin, Gesundheits- und Arbeitspsychologin
Bild: Eva Manhart
Neurowissenschaftlich ist das gut erklärbar:
„Glück ist kein Dauerzustand, es sind mehr die Glücksmomente“, betont Mag. Dr. Flenreiss-Frankl. „Aber wir können die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass wir es erleben.“ Wer ständiges Glücklichsein anstrebt, kann nur scheitern.
Dass Glück ein wahres Multitalent ist, zeigen wissenschaftliche Untersuchungen. Einfache Glücks‑Routinen stärken Resilienz, verbessern den Schlaf, vertiefen Beziehungen, steigern die Motivation und unterstützen das Immunsystem. Studien belegen auch: Regelmäßige Dankbarkeitspraxis bewirkt innerhalb weniger Wochen messbare Veränderungen in Hirnregionen, die an Optimismus und Stressregulation beteiligt sind.
Ein Befund aus der Glücksforschung verblüfft: Menschen, die sich kontinuierlich kleinen Glücks-Ritualen widmen, verändern ihre Wahrnehmungsgeschwindigkeit. Positiv gestimmte Personen verarbeiten nämlich visuelle Informationen schneller. Ihr Gehirn erkennt Chancen und freundliche Reize früher als Bedrohungen.
Die „Krone“-Expertin unterstreicht: „Glück macht uns nicht nur zufriedener, sondern auch geistig wacher. Ein trainiertes, positives Gehirn reagiert schneller auf das, was uns guttut.“
Glückstraining ist kein Wohlfühlprogramm, sondern ein Werkzeug, das Menschen hilft, psychisch stabiler zu werden. Besonders in Zeiten hoher Belastung kann es ein Gegengewicht zu Stress, Unsicherheit und Daueranspannung bilden.
In Anlehnung an den bekannten Spruch „Du kannst den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen“ meint die Psychologin: „Wir können nicht verhindern, dass schwierige Dinge passieren. Aber wir können beeinflussen, wie gut wir innerlich darauf vorbereitet sind.“
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