Meditation heute

Warum sie wirkt – und wie Sie davon profitieren

Meditation hat heute nichts mehr mit indischen Gurus in fernen Ashrams zu tun. Sie ist ein modernes mentales Training, das in Therapien, Unternehmen, Schulen und sogar im Spitzensport eingesetzt wird. Menschen meditieren, um Stress zu reduzieren, klarer zu denken und emotional stabiler zu werden.

Etwa drei Monate braucht es, bis Veränderung wirklich greift - nicht nur gedanklich, sondern auch körperlich. Erst durch konsequente Wiederholung entstehen neue, gesündere Gewohnheiten, die sich im Laufe von rund 100 Tagen im Gehirn verankern und schließlich ganz selbstverständlich werden.

Genau hier setzt Meditation an. Sie ist eines der wirksamsten Werkzeuge, um solche neuen Muster überhaupt entstehen zu lassen – weil sie das Gehirn durch regelmäßige Wiederholung gezielt formt. Was anfangs ungewohnt wirkt, wird mit der Zeit zu einer stabilen inneren Haltung, die Körper und Geist nachhaltig beruhigt. Der Körper schaltet häufiger in regenerative Zustände um.

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Viele Menschen merken erst durch Meditation, wie laut ihr innerer Lärm eigentlich ist.

Mag. Dr. Karin Flenreiss-Frankl, klinische Psychologin, Gesundheits- und Arbeitspsychologin

Moderne Forschung zeigt eindeutig, dass Meditation weit mehr ist als bloße Entspannung. Studien belegen, dass regelmäßiges Üben Strukturen im Gehirn beeinflusst, die für Stress, Emotionen und Gedächtnis verantwortlich sind: Die Aktivität der Amygdala - dem zentralen Stresszentrum - nimmt ab, während Bereiche, die Aufmerksamkeit und Emotionsregulation steuern, gestärkt werden.

Gleichzeitig wirkt Meditation unmittelbar auf den Körper. Schon wenige Minuten täglicher Praxis können den Blutdruck senken, die Herzfrequenz stabilisieren und das Immunsystem spürbar unterstützen. Viele Menschen berichten zudem, dass sich ihre Schlafqualität verbessert und sie sich tagsüber konzentrierter und ausgeglichener fühlen. Heute wissen wir, dass Meditation Stressreaktionen im Gehirn messbar reduziert. 

Promis, die bewusst innehalten
Meditation ist längst auch in Hollywood angekommen

Immer mehr Stars nutzen Meditation als Werkzeug. Die Gründe dafür sind unterschiedlich.

  • Oprah Winfrey – für Klarheit und innere Ruhe
  • Hugh Jackman – für Fokus und Stressabbau

  • Jennifer Aniston – für Balance im Alltag

  • Jerry Seinfeld – seit Jahrzehnten täglich

  • Gisele Bündchen – für emotionale Stabilität

„Diese körperlichen Effekte entstehen, weil Meditation das Nervensystem beruhigt und langfristig stabiler macht – und obendrein den Organismus aus dem Dauerstress-Modus holt, oft schneller, als man erwartet“, erklärt die klinische Psychologin, Gesundheits- und Arbeitspsychologin Mag. Dr. Karin Flenreiss-Frankl, „viele Menschen merken erst durch Meditation, wie laut ihr innerer Lärm eigentlich ist.“  

Entscheidend ist aber die Regelmäßigkeit. „Fünf Minuten täglich verändern langfristig mehr als seltene Marathon-Sitzungen“, betont die „Krone“-Expertin. Der größte Irrtum ist, dass das Meditieren Zeit kostet. In Wahrheit spart sie Energie, die wir sonst im Grübeln verlieren. „Viele Menschen merken erst beim Meditieren, wie sehr sie im Autopilot-Modus funktionieren“, so Mag. Dr. Flenreiss-Frankl. 

Mehr Gelassenheit im Alltag: Meditation trainiert das Nervensystem. Ziele sind zumeist ein ...
Mehr Gelassenheit im Alltag: Meditation trainiert das Nervensystem. Ziele sind zumeist ein besserer Umgang mit Stress und mehr Klarheit.(Bild: pixel-shot.com (Leonid Yastremskiy))

Meditation ist vielfältiger, als viele denken. Zu den wichtigsten Formen zählen:

  • Achtsamkeitsmeditation (Mindfulness): Man richtet die Aufmerksamkeit bewusst auf den Atem und auf das, was im Körper und im Geist gerade passiert – ohne etwas zu bewerten oder verändern zu wollen. Gedanken und Gefühle dürfen kommen und gehen, während man immer wieder sanft in den Moment zurückkehrt.

  • Konzentrationsmeditation: Der Fokus liegt auf einem einzigen Objekt – etwa dem Atem, einem Mantra, einer Kerzenflamme oder einem Klang. Immer wenn der Geist abschweift, wird er sanft zu diesem gewählten Mittelpunkt zurückgeführt. Durch diese wiederholte Rückkehr entsteht nach und nach eine klare, stabile Konzentration, die auch im Alltag für mehr Ruhe und Fokus sorgt.

  • Body-Scan: Diese Form der Meditation führt Schritt für Schritt durch den gesamten Körper - vom Scheitel bis zu den Zehen. Jede Region wird nacheinander wahrgenommen, gespürt und bewusst entspannt, ohne etwas erzwingen zu wollen. Der Body Scan hilft, innere Anspannung zu erkennen, Stress abzubauen und ein feineres Gespür für körperliche Signale zu entwickeln. So entsteht nach und nach ein ruhiger, geerdeter Zustand, der Körper und Geist gleichermaßen entlastet.
  • Bewegte Meditation: Hier wird Achtsamkeit mit sanfter Bewegung verbunden – etwa durch Yoga, Gehmeditation oder Qigong. Der Geist folgt den Bewegungen des Körpers, Schritt für Schritt oder Atemzug für Atemzug. Diese Form eignet sich besonders für Menschen, die nicht lange stillsitzen möchten und dennoch innere Ruhe, Fokus und Körperbewusstsein entwickeln wollen.

Da zahlreiche Studien zeigen, dass regelmäßige Meditation das Nervensystem beruhigen, Grübelschleifen unterbrechen und die psychische Stabilität fördern kann, wird sie zunehmend in Kliniken, Praxen und Beratungsstellen als ergänzendes Werkzeug integriert – um Menschen zu helfen, im Alltag resilienter zu werden.

Worauf also noch warten – ein Versuch lohnt sich in jedem Fall. Ganz gleich, für welche Form der Meditation Sie sich entscheiden: Vielleicht ist genau sie der Schlüssel zu mehr Ruhe, Klarheit und Leichtigkeit in Ihrem Leben.

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