Neue Epstein-Details

Trumps Handelsminister Lutnick beim Lügen erwischt

Außenpolitik
31.01.2026 11:57
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die neuen Epstein-Akten haben neben Donald Trump auch andere Regierungsmitglieder getroffen. Die neuen Dokumente belegen falsche Angaben von Handelsminister Howard Lutnick. 

Aus E-Mails geht hervor, dass Lutnick zu Besuch auf Epsteins Privatinsel war, was der Minister zuvor bestritten hatte. Auch Präsident Donald Trump taucht in Hunderten der veröffentlichten Unterlagen auf, die unter anderem Fragen zum Zeitpunkt des Kontaktabbruchs zwischen den beiden Männern aufwerfen.

Am Freitagabend hatte das Justizministerium weitere über drei Millionen Seiten, 2000 Videos und 180.000 Bilder freigegeben. Damit sei die von der Regierung geplante Aktenfreigabe abgeschlossen, sagte der stellvertretende Justizminister Todd Blanche. Er sprach am Freitag in Washington von „mehr als drei Millionen Seiten“ Material.

Darin seien auch „unwahre und sensationshaschende Behauptungen“ über Präsident Trump enthalten. Zudem werden der ehemalige britische Prinz Andrew, Microsoft-Mitbegründer Bill Gates und Milliardär Elon Musk erwähnt.

Den E-Mails zufolge verabredeten sich Lutnick und Epstein am 23. Dezember 2012 zum Mittagessen auf der Karibikinsel Little Saint James. Lutnicks Ehefrau kündigte die Ankunft per Boot an, woraufhin Epsteins Assistentin später eine Nachricht ihres Chefs mit dem Inhalt „Schön, euch zu sehen“ weiterleitete. Dies steht im Widerspruch zu früheren Aussagen Lutnicks.

Beim Lügen erwischt
Der Minister hatte im vergangenen Jahr in einem Podcast erklärt, er habe den Kontakt zu seinem damaligen Nachbarn Epstein bereits um das Jahr 2005 abgebrochen, nachdem dieser eine anzügliche Bemerkung gemacht habe. Ein Sprecher des Handelsministeriums teilte nun mit, Lutnick habe nur begrenzte Kontakte mit Epstein im Beisein seiner Frau gehabt und sei nie eines Fehlverhaltens beschuldigt worden.

Lutnick machte an der Wall Street Milliarden.
Lutnick machte an der Wall Street Milliarden.(Bild: APA/AP)

Auch Präsident Trump wird in den Unterlagen vielfach erwähnt. Ein E-Mail aus dem Jahr 2012 wirft die Frage auf, was Epstein davon halte, nach Weihnachten Trumps Club Mar-a-Lago zu besuchen – Jahre nachdem Trump angeblich die Freundschaft beendet hatte. Die Akten enthalten auch interne Mails des FBI aus dem August 2025 zu Vorwürfen gegen Trump. Diese ergaben jedoch keine Hinweise auf bestätigte Anschuldigungen; die Ermittler stuften mehrere Anklägerinnen als nicht glaubwürdig ein.

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