Epstein-Akten

Schockierende neue Fotos zeigen angeblich Andrew

Royals
31.01.2026 11:30
Porträt von krone.at
Von krone.at

In der Affäre um den verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hat die US-Regierung weitere Dokumente veröffentlicht. Darunter befinden sich auch mehrere Fotos, die einen Mann zeigen, der dem ehemaligen britischen Prinzen Andrew ähnelt. Offiziell bestätigt ist die Identität jedoch nicht.

Die Aufnahmen sorgen jedoch international für Aufsehen, da sie eine ungewöhnlich intime Situation zeigen und neue Fragen im Umfeld des Epstein-Skandals aufwerfen. 

Insgesamt drei Fotos zeigen einen barfüßigen Mann in Jeans und weißem Polohemd, der auf allen Vieren in Bankstellung über einer auf dem Boden liegenden Frau kniet. Die Frau liegt auf dem Rücken, die Arme ausgestreckt neben dem Körper. Auf einem der Fotos liegt die eine Hand des Mannes auf dem Bauch der Frau. Im Hintergrund ist eine zweite Person zu erkennen, die in einem Polstersessel mit Leopardenmuster sitzt und die Füße auf einen Tisch gelegt hat. 

Bilder aus den am 30. Jänner veröffentlichten Epstein-Akten zeigen einen Mann, der auf allen ...
Bilder aus den am 30. Jänner veröffentlichten Epstein-Akten zeigen einen Mann, der auf allen Vieren über einer am Boden liegenden Frau kniet.(Bild: Department of J ustice)
Auf einem der Fotos legt der Ex-Prinz eine Hand auf den Bauch der Frau. Im Hintergrund ist ein ...
Auf einem der Fotos legt der Ex-Prinz eine Hand auf den Bauch der Frau. Im Hintergrund ist ein Beobachter in einem Polstersessel zu sehen, der die Füße auf den Tisch legt.(Bild: Department of J ustice)

Eine insgesamt sehr verstörend wirkende Situation. Die Dokumente enthalten keine Angaben zum Ort, Zeitpunkt oder Kontext der Aufnahmen. Somit kann auch nicht erklärt werden, was hier vor sich gegangen sein könnte. Auch bleibt offen, ob die Fotos im Zusammenhang mit strafrechtlich relevanten Handlungen stehen. Um die Opfer zu schützen, wurden in den gesamten Files die Gesichter und Namen der abgebildeten Frauen, bis auf Ghislaine Maxwell, geschwärzt. 

Weitere Enthüllungen zu Andrew und Epstein
In den neuen Akten findet sich zudem der Hinweis, dass Andrew Epstein im Jahr 2010 – wenige Tage nach dessen Hausarrest – zu einem Abendessen in den Buckingham Palace eingeladen haben soll. Laut den Unterlagen versprach Andrew Epstein dabei „viel Privatsphäre“. Ob Epstein der Einladung tatsächlich folgte, bleibt unklar.

Bereits zuvor war ein weiteres Foto aus den Akten öffentlich geworden, das Andrew mutmaßlich auf dem Schoß mehrerer Frauen in Abendkleidern in Sandringham zeigt. Im Hintergrund: Ghislaine Maxwell.

Prinz Andrew am Schoß von fünf festlich gekleideten Frauen – im Hintergrund: Ghislaine Maxwell.
Prinz Andrew am Schoß von fünf festlich gekleideten Frauen – im Hintergrund: Ghislaine Maxwell.(Bild: APA/AP/U.S. Department of Justice)

Die 2025 verstorbene US-Australierin Virginia Giuffre hatte Prinz Andrew beschuldigt, sie als 17-Jährige sexuell missbraucht zu haben, nachdem Epstein sie ihm zur Verfügung gestellt hatte. Das Verfahren wurde später außergerichtlich beigelegt, Andrew weist die Vorwürfe bis heute zurück.

Kein Royal mehr
Das britische Königshaus zog letztendlich Konsequenzen: Im Herbst 2025 hat König Charles seinem jüngeren Bruder, wegen dessen Verbindungen zu dem Sexualstraftäter, endgültig die royalen Sonderrechte entzogen. Andrew gilt seither nicht mehr als aktives Mitglied des Königshauses; sowohl der angeborene Prinzentitel als auch der verliehene Titel „Duke of York“ wurden ihm aberkannt.

König Charles verbannte seinen Bruder endgültig ins Exil in Sandringham und hat ihm den ...
König Charles verbannte seinen Bruder endgültig ins Exil in Sandringham und hat ihm den Prinzentitel weggenommen.(Bild: AFP/PETER NICHOLLS)

Weitere Folgen betreffen auch seine Wohnsituation: Andrew Mountbatten-Windsor verlor das Recht, in einer Immobilie des Crown Estate zu leben – der 30-Zimmer-Royal Lodge in Windsor. Stattdessen soll er in ein privates Bauernhaus des Königs auf dem Landsitz Sandringham in der Grafschaft Norfolk umgezogen sein. Seine jüngere Tochter, Prinzessin Eugenie, hat mit ihm gebrochen, nachdem er sich weigert, sich bei den Opfern zu entschuldigen. 

Sie brachte den Fall ins Rollen: Virginia Giuffre konfrontierte den Ex‑Prinzen sowie Epstein und ...
Sie brachte den Fall ins Rollen: Virginia Giuffre konfrontierte den Ex‑Prinzen sowie Epstein und Ghislaine Maxwell mit schwerwiegenden Anschuldigungen.(Bild: AFP/HANDOUT)

Zahlreiche weitere prominente Persönlichkeiten
Die neuen Epstein-Files umfassen zahlreiche weitere prominente Namen neben Andrew Mountbatten-Windsor. 

Unter ihnen wird unter anderem Microsoft‑Mitgründer Bill Gates erwähnt. In einer E‑Mail an sich selbst behauptete Epstein, Gates habe sich bei einem Mädchen eine Geschlechtskrankheit zugezogen und versucht, über Epstein Antibiotika zu erhalten, um diese „heimlich“ seiner damaligen Ehefrau Melinda zu verabreichen. Ein Sprecher von Gates wies die Darstellung entschieden zurück und bezeichnete sie als „absurd und völlig falsch“. Die Dokumente zeigten lediglich Epsteins Frustration über die gescheiterte Beziehung zu Gates und seinen Versuch, diesen zu diffamieren, wurde erklärt.

Auch X‑Chef Elon Musk taucht in den Unterlagen auf. Demnach soll er Epstein um eine Einladung zu dessen „wildester Party“ in der Karibik gebeten haben.

Der Fall Epstein
Jeffrey Epstein steht unter Verdacht, tausende Minderjährige und junge Frauen missbraucht und teils an Prominente vermittelt zu haben. Er war erstmals 2008 verurteilt worden, weil er die Dienste von minderjährigen Prostituierten in Anspruch genommen hatte. Wegen eines umstrittenen Deals mit der Staatsanwaltschaft lautete die Strafe damals aber nur 18 Monate Gefängnis.

2019 wurde Epstein unter anderem wegen des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen erneut festgenommen. Rund einen Monat nach seiner Festnahme wurde er erhängt in seiner New Yorker Gefängniszelle gefunden, nach offiziellen Angaben beging er Suizid. Seine Vertraute Ghislaine Maxwell, die den Finanzier und den Ex-Prinzen bekannt gemacht haben soll, wurde im Jahr 2022 verurteilt.

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