Nach dem Branchenskandal um verunreinigte Babynahrung hat der französische Konzern Danone in Österreich vier Chargen des Produkts Aptamil zurückgerufen. Der Rückruf erfolge aufgrund des möglichen Vorhandenseins des Bakteriengifts Cereulid.
Der Schritt sei in Abstimmung mit den österreichischen Behörden getroffen worden und betreffe ausschließlich die vier Produkte mit dem spezifisch aufgeführten Mindesthaltbarkeitsdatum, teilte Danone am Samstag mit.
Folgende Chargen sollen nun zurückgegeben werden:
Sollten Eltern Produkte der vier oben genannten Chargen vorrätig haben, bat Danone die Produkte nicht noch weiter zu füttern, sondern dort zurückzugeben, wo diese gekauft wurden. Der Kaufpreis werde auch ohne Vorlage des Kassenbons erstattet. Selbstverständlich erhalte man dafür Ersatz. Eltern könnten sich hierfür sowie für alle weiteren Fragen an den Verbraucherservice sowie an das Aptacare Expertenteam wenden.
Skandal startete mit Rückruf von Nestlé
Bereits Anfang Jänner musste der Schweizer Lebensmittelriese Nestlé Babynahrung in etwa 60 Ländern, darunter auch in Österreich, wegen möglicher Belastung mit Cereulid zurückrufen.
Danach rief auch der französische Milchindustriekonzern Lactalis Säuglingsnahrung in mehreren Ländern zurück. Es bestand ebenfalls der Verdacht, dass diese Cereulid enthalten könnte.
Foodwatch reicht Klage ein
Die französischen Behörden verwiesen darauf, dass beide Unternehmen eine aus China gelieferte Substanz verwendeten. Die Nichtregierungsorganisation Foodwatch hatte am Donnerstag in Paris eine Klage gegen Unbekannt eingereicht.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.