Am Freitag stand ein Wohnhaus in Kalsdorf bei Graz (Bezirk Graz-Umgebung) in Vollbrand, eine 80-jährige Bewohnerin verlor in den Flammen ihr Leben. In der Nacht auf Samstag brach das Feuer erneut aus und zerstörte das Gebäude.
Am Freitag gegen 14.45 Uhr geriet ein Wohnhaus in Kalsdorf südlich von Graz in Brand. Das Feuer dürfte, das steht nach den bisherigen Ermittlungen des Landeskriminalamts fest, im Erdgeschoss im Bereich des Wohn- und Kaminzimmers ausgebrochen sein. Passanten und Nachbarn konnten den 84-jährigen Bewohner aus dem Gebäude retten, er wurde später aufgrund des Verdachts der Rauchgasvergiftung mit dem Notarzthubschrauber zum LKH Graz geflogen.
Noch vermisst wurde beim Eintreffen der Feuerwehr die 80-jährige Ehefrau. Ein Atemschutztrupp konnte sich aufgrund der enormen Hitzeentwicklung und der stark eingeschränkten Sicht nur langsam vorarbeiten. Zudem lösten sich bereits erste Teile der Decke und fielen auf die Einsatzkräfte herab.
Jede Hilfe kam zu spät
Die 80-Jährige wurde vom Atemschutztrupp schließlich gefunden und ins Freie gebracht. Für sie kam jedoch jede Hilfe zu spät. Die Kalsdorferin war das zweite Brandopfer am Freitag, nachdem zuvor bereits bei einem Wohnhausbrand in der Gemeinde Wagna (Bezirk Leibnitz) ein 63-jähriger Mann sein Leben gelassen hatte.
Die Florianis konnten das Feuer vorerst unter Kontrolle bringen und ein Ausbreiten der Flammen verhindern. Insgesamt standen 78 Mitglieder von den Feuerwehren Kalsdorf, Werndorf, Feldkirchen, Wundschuh und Seiersberg mit 15 Fahrzeugen im Einsatz. Zusätzlich waren das Rote Kreuz und die Polizei mit insgesamt zwölf Fahrzeugen und 28 Einsatzkräften vor Ort.
Brand brach erneut aus
In der Nacht auf Samstag wurden die Feuerwehren gegen 2.10 Uhr erneut zum selben Haus gerufen. Glutnester hatten offenbar wieder Feuer gefangen und machten einen weiteren umfangreichen Löscheinsatz notwendig.
Bei dem neuerlichen Einsatz kämpften die Kameraden der Feuerwehren Kalsdorf, Feldkirchen, Werndorf, Eisbach-Rein, Wagnitz und Seiersberg gegen die Flammen, sie mussten die gesamte Dachkonstruktion sowie Teile der Bausubstanz abtragen. Der Einsatz dauerte knapp acht Stunden, das Gebäude ist laut Polizei vollständig zerstört. Der Sachschaden dürfte bei mehreren Hunderttausend Euro betragen.
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