Geschafft! Mario Orths Kältemarsch von Wien nach Klagenfurt ist zu Ende, kurz nach 7 Uhr früh erreichte der Wiener am Samstag seine Endstation, den Lindwurm. Vier Tage und drei Stunden hat er für die Tour bei Minusgraden gebraucht – alles für den guten Zweck.
Auf was sich Mario Orth mit dem Kältemarsch von Wien-Hütteldorf nach Klagenfurt genau eingelassen hatte, wurde ihm erst klar, als die schon fast arktische Kälte am ersten Abend über ihn hereinbrach. Beim gesamten Fußmarsch über 300 Kilometer, der über vier Tage dauerte, waren die Temperaturen immer unter dem Gefrierpunkt. Minus drei Grad waren noch „warm“, in den Bergen hatte es mehr als minus zehn Grad.
Acht Stunden Schlaf in vier Tagen
Mario Orth, der viel von seinem Erbteil für karitative Zwecke spendet, hatte nur einen Schlafsack mit, oft ging er auf der langen Reise einfach in Wohnhäuser und ruhte sich im Stiegenhaus aus. Über den Semmering führte der Kältemarsch über Mürzzuschlag, Leoben, Judenburg, Neumarkt, Friesach und St. Veit nach Klagenfurt. Orth wollte es in dieser außergewöhnlich schnellen Zeit schaffen. „Ich habe es nur erreicht, weil ich auf dieser langen Reise maximal acht Stunden geschlafen habe“, sagt der Döblinger.
30.000 Spenden für Verein Wandelstern
Für einen guten Zweck hatte er die Qualen auf sich genommen. Gastronomen und andere Freunde haben ihn für jeden Kilometer, den er zurückgelegt hat, gesponsert. „30.000 Euro sind zusammengekommen“, erzählt Orth stolz. Die werden großteils für den Verein Wandelstern gestiftet.
„Schlimmster Schneefall war in St. Veit“
Besonders schlimm wurde es nach Leoben, als der massive Schneefall einsetzte. „13 Stunden bin ich durch tiefsten Schneefall gestapft, besonders schlimm war es in St. Veit, wo ohne Räumung knietief Schnee lag.“ Wie in Trance marschierte Orth weiter, „die Kälte durch den Schnee hab ich gar nicht mehr gespürt.“ Vor Beginn der Tour hatte Orth 85 Kilos, „ich habe durch die Anstrengungen kräftig abgespeckt.“
Knapp nach 7 Uhr erreichte er am Samstag nach vier Tagen und drei Stunden Marsch den Lindwurm, zog seine Jacke aus und ballte die Fäuste. „Nichts hat mich so angetrieben, nichts hat mich so motiviert wie die Sterne am Himmel. Jetzt bin ich da.“ Viele Freunde vom gemeinnützigen Verein Wandelstern, der Eltern und Familien Beratung bei ungeborenen Kindern anbietet, haben auf ihn gewartet. Er hat auch einen Pokal von Wandelstern in Empfang genommen. „Höchsten Respekt, es war fast unmenschlich, was Mario Orth bei diesen Bedingungen geschafft hat“, sagt Bernadette Hartl, die dem Verein vorsteht.
Viele weitere soziale Projekte
Orth nahm den Zug zurück nach Wien und schlief tief und fest ein. Ende Jänner wird auf seine Kosten auch in Klagenfurt für bedürftige Menschen aufgekocht, dazu verköstigt er in Kärnten fünf Kindergärten. Ende Februar sperrt in der Kärntner Landeshauptstadt sogar ein kostenloser Sozialmarkt, den Orth finanziert, auf. Er hat noch viele weitere soziale Projekte vor, will mit der Kinderkrebsforschung zusammenarbeiten. Orth hat auch ein Apartment in New York, „vielleicht verbinden wir da eine Aktion, die von Klagenfurt ausgehen könnte.“
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