Der „Krone“-Bericht über die Übersiedlung des Tibetzentrums von Knappenberg in die Steiermark sorgt für politischen Wirbel. SP-Vizebürgermeisterin Sophie Polzer geht mit einem offenen Brief an Bürgermeister Josef Ofner (FP) öffentlich auf Konfrontationskurs.
Während im buddhistischen Bildungszentrum in Knappenberg bereits Umzugskartons gepackt werden, geht Hüttenbergs SP-Vizebürgermeisterin Sophie Polzer öffentlich auf Konfrontationskurs. In einem offenen Brief an Bürgermeister Josef Ofner (FP) spricht sie von einem „schweren Verlust“ für die Gemeinde und fordert Antworten auf viele offene Fragen.
Über Jahre hinweg wurde das Tibetzentrum mit öffentlichen Mitteln unterstützt. Alleine die letzte Fördervereinbarung zwischen dem Land Kärnten und dem Tibetzentrum sah von 2023 bis 2025 eine jährlich Förderung von 100.000 Euro vor.
Land stellte die Förderung ein
Doch genau diese Unterstützung ist nun ausgelaufen. Bürgermeister Ofner: „Die Förderung wurde in der Vergangenheit vom Land schon massiv gekürzt. Zuvor war sie dreimal so hoch. Wir mussten tiefe Einschnitte machen. Ich verstehe nicht, warum das Land den Mehrwert nicht erkannt hat, denn der Dalai Lama wollte das Zentrum unbedingt weiter betreiben. Die Besucherzahl war hoch.“
Fehlte politische Rückendeckung?
Beim Land zeigt man sich verwundert: „Es wurde seitens des Vereins kein neues Förderansuchen gestellt“, heißt es aus dem Büro von Landesrat Peter Reichmann. Hinter den Kulissen ist aber von gescheiterten Gesprächen und fehlender politischer Rückendeckung die Rede.
Weltberühmte Geschichte mit Heinrich Harrer und Dalai Lama
Für viele in Hüttenberg unverständlich, denn das Tibetzentrum war mehr als ein Seminarhaus, sondern die Verbindung des Bergsteigers Heinrich Harrer und des jungen Dalai Lama, eine Geschichte die Hollywood später mit Brad Pitt im Film „Sieben Jahre in Tibet“ weitererzählte. Zurück bleiben offene Fragen, politische Schuldzuweisungen und in Knappenberg ein leergeräumtes Gebäude.
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