Er spürt keine Kälte mehr, alles tut weh – aber Wohltäter Mario Orth setzt seinen Fußmarsch von Wien nach Klagenfurt fort und hat nach zwei Tagen schon die Steiermark erreicht. Kurz geschlafen hat er in einem Stiegeneingang, der Wiener steckt sogar zweistellige Minusgrade weg.
Wenn man sich eine Woche aussuchen könnte, in der man keinen Fußmarsch von Wien nach Klagenfurt macht, dann hätte man wegen der schon fast arktischen Minustemperaturen wohl nicht diese Woche gewählt. Aber Mario Orth ist seit Dienstag 14 Uhr unterwegs. Und bei jedem Anruf hört man nur: „Ich ziehe die Sache durch.“
Orth ist bekannt geworden, weil er von seinem Erbteil viel Geld für karitative Zwecke einsetzt. So lässt er in Wien, Berlin und Paris kostenlos fünfmal in der Woche für bedürftige Menschen aufkochen. Ende Jänner ist es auch in Klagenfurt so weit. Er verköstigt gratis Kindergärten und sperrt Ende Februar in Klagenfurt sogar einen kostenlosen Sozialmarkt auf.
Wandern für den guten Zweck
Für einen guten Zweck marschiert er nun diese Woche zu Fuß von Wien nach Klagenfurt, 30.000 Euro Spenden sollen dabei hereinkommen. Bis Samstagabend will er es geschafft haben. Das sind knappe fünf Tage Fußmarsch. Unter „mlq_mehr_lebensqualitaet“ kann man ihn via Instagram auf seiner Tortur begleiten. Orth spricht sogar mit Anrufern, treibt zwischendurch neue Geldgeber auf. Alle machen ihm Mut.
„Ich hab die Kälte überlebt. Und mache weiter“
Denn die Kälte frisst ihn fast auf. In den Bergen hat es minus 20 Grad, Orth überquerte den Semmering, geht jetzt über Leoben Judenburg entgegen. „Ich hab es überlebt. Und mache weiter. Und die Kärntner Luft spüre ich schon fast“, lächelt der 36-Jährige. Eigentlich wollte er in knapp fünf Tagen nur acht Stunden schlafen, das Vorhaben musste er wegen der unfassbar harten Bedingungen ändern. „Ich hab schon eine Pause für insgesamt zehn Stunden gemacht“, erzählt Orth. Auch bei einigen Lokalen hat er eingekehrt und einen Kaffee getrunken.“ Der Wiener hat nur einen Schlafsack mit.
Für den guten Zweck verzichtet er auf alles. Luxus kennt er bei dieser Wanderung nicht. „Ich lerne nun alles kennen.“ Bis Samstag will er die 296 Kilometer zurückgelegt haben. „Dann fahre ich mit dem Zug nach Wien zurück.“ Mit unvergesslichen Eindrücken.
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