Großes Echo auf Ablöse

Dompfarrer Faber mit Freundin: „Recht hat er!“

Österreich
15.05.2026 19:00
Porträt von Kronen Zeitung
Von Kronen Zeitung

Der geplante Abschied von Dompfarrer Toni Faber, der den Zölibat für einen „dehnbaren Begriff“ hält, bewegt die Gemüter. Das Echo auf die Nachricht seiner baldigen Ablöse ist enorm. Es reicht von „Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein“ bis „Endlich muss er gehen“.

Mit dieser Geschichte hat die „Krone“ ein kleines Erdbeben ausgelöst: „Für Dompfarrer Toni Faber stehen Zeichen auf Abschied“ stand am Feiertag auf Seite 1 und online. Und dass die Erzdiözese sein 30-jähriges Jubiläum als Priester offenbar zum Anlass nehmen will, ihn in Pension zu schicken.

Bei den „Krone“-Lesern gibt es viel Zustimmung für den Pfarrer – und noch mehr Empörung: „Recht hat er!“, schreibt zum Beispiel Hildegard Eisenberger, „er ist eben nicht so verkorkst wie der Rest der Kirche. Viele leben immer noch im Mittelalter.“ Und weiter: Man solle endlich mit dem Zölibat aufhören, das gehe ja bei anderen Religionen auch.

Mit seiner Meinung zur Ehelosigkeit von Priestern hat „Society Löwe“ Faber nie über den Berg gehalten. Er bezeichnet den Zölibat für einen „dehnbaren Begriff“ und lebt ihn allem Anschein nach auch nicht. Mit seiner Natalie tanzte er am Opernball und auch durch manche andere Nächte. Beschwerden aus konservativen Kreisen sind auch zum neuen Erzbischof Josef Grünwidl gelangt, der nun mit Toni Faber in Gespräche über dessen Zukunft getreten ist.

„Ein Pfarrer sollte Pfarrer sein“
„Krone“-Leser Heinz Vielgrader kann dem Plan, Faber zu pensionieren, durchaus etwas abgewinnen: „Alles, was gut ist, aber ein Pfarrer sollte ein Pfarrer sein, zu dem die Menschen aufschauen können, Faber hat es übertrieben!“ Das findet auch Gerhard Forgatsch: „Der ,Hans Dampf bei allen Events‘ hat mit seiner Omnipräsenz das Maß der christlichen Zurückhaltung weit überschritten. Auch hat das abgelegte Zölibatsgelübde für ihn anscheinend keine Gültigkeit.“ Ob der Zölibat allerdings noch zeitgemäß ist, lässt Forgatsch dahingestellt.

Der Wiener Medienmanager Rudi Klausnitzer findet, dass die Kirche mehr Repräsentanten wie Toni Faber braucht, die „offen und sichtbar agieren und ein heutiges, auch mediales, Leben führen und dazu stehen. Statt aus dem Dunkel des Beichtstuhls heraus der Welt zu sagen, was sie zu tun hat und selbst sich nicht daran halten.“ Die interne Kirchenintrige zeige das wahre Bild des Fiaskos der katholischen Kirche und mancher ihrer konservativen Repräsentanten, findet Klausnitzer. „Die eigene Vergangenheit nicht aufarbeiten, sondern die Zukunftsorientierten abmontieren. Und dann wundern, warum so viele der Kirche ,Goodbye‘ sagen.“

Zitat Icon

Wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein! Wir wünschen Toni Faber für seine Zukunft das Beste auf Erden!

„Krone“-Leserin Christine Schüller

In Toni Fabers Diözese haben 1300 Schäfchen wieder in die Kirche zurückgefunden, damit hält der Dompfarrer zu St. Stephan einen einsamen Rekord. Das rechnet ihm auch „Krone“-Leserin Christine Schüller hoch an, ihr „Urteil“ über seinen Umgang mit dem weiblichen Geschlecht fällt deshalb milde aus. „Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein!“ Fabers Verhalten zeige nur, dass er auch „ein Mensch wie Du und ich“ sei. „Wir wünschen ihm für die Zukunft das Beste auf Erden!“

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