Marsch nach Klagenfurt

Der Wohltäter, der durch die eisige Kälte geht

Kärnten
06.01.2026 13:00

Wohltäter Mario Orth stellt seit zwei Jahren nicht nur bedürftigen Menschen gratis Essen zur Verfügung. Trotz Minusgraden geht er ab heute für einen guten Zweck fast fünf Tage zu Fuß von Wien nach Klagenfurt. 30.000 Euro Spenden kommen herein. Acht Stunden Schlaf sollen reichen.

Der Wohltäter geht bei klirrender Kälte neue, eisige Wege. Mario Orth marschiert ab heute, 14 Uhr, vom Flughafen in Wien-Schwechat nach Klagenfurt. „Insgesamt sind es 296 Kilometer. Zu schaffen wäre es in vier Stunden und zwei Stunden. Ich möchte es in vier Tagen und 16 Stunden schaffen. Es wird eine Tortur.“

In den Hütten gibt es dank Orth kostenloses Essen für arme Leute.
In den Hütten gibt es dank Orth kostenloses Essen für arme Leute.(Bild: Gerhard Bartel)
Orth verköstigt auch Kindergärten in Kärnten.
Orth verköstigt auch Kindergärten in Kärnten.(Bild: Mario Orth)
Mario Orth vergibt auch selbst Essen für Bedürftige.
Mario Orth vergibt auch selbst Essen für Bedürftige.(Bild: Martin A. Jöchl)

„Es wird eine Tortur.“ Die Nächte geht Orth durch
Insgesamt will der 36-Jährige nur acht Stunden schlafen. „Am Dreikönigstag startet die Aktion. Dann gehe ich die ganze Nacht durch, 26 Stunden sind vorgesehen. Die erste sechsstündige Pause ist nach dem Semmering im Umkreis von Leoben geplant. Das ist nach 160 Kilometern.“ Insgesamt benötigt er alleine nach Leoben 35 Stunden. Die zweite Route führt ihn nach Althofen, wo er zwei Stunden schlafen wird. Orth nächtigt in keinem Hotel, sondern nimmt einen Schlafsack mit und schläft bei Tankstellen.

Kostenloses Essen für Bedürftige in Wien und Klagenfurt
Orth stellt große Summen von seinem Erbteil für soziale Zwecke zur Verfügung. Der Wiener ist bekannt dafür, dass er seit zwei Jahren armen Menschen kostenlos Essen zur Verfügung stellt. In Wien, Berlin und Paris passiert das schon. Ab Ende Jänner auch in Klagenfurt, wo der 36-Jährige zudem auch einen kostenlosen Sozialmarkt eröffnen wird.

„Nicht drei Tage durchfeiern – ich gehe für einen guten Zweck“
Der eisige Fußmarsch ist verrückt und außergewöhnlich. „Im Sommer kann das jeder. Jetzt friert Österreich zu, in den Bergen sind minus 20 Grad vorhergesagt. Manche gehen drei Tage lang feiern, ich gehe mehr als vier Tage für einen guten Zweck zu Fuß. Ich suche die Herausforderung. Ich arbeite sehr viel und mache zahlreiche Projekte. 99,9 Prozent aller Bewerbe gehen wie geplant durch.“

30.000 Euro Spenden werden zusammenkommen. „Gastronomen zahlen für jeden Kilometer, den ich gehe, 100 Euro.“ Fehlt noch etwas, legt Orth die Summe drauf. „Den Großteil erhält der Verein Wandelstern, der ausgezeichnete Arbeit leistet.“

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Der Kältemarsch ist eine große Herausforderung. Um es in vier Tagen und 16 Stunden zu schaffen, gehe ich die Nächte durch. Acht Stunden Schlaf sollen reichen.

Mario Orth, Wohltäter

In drei Tagen Wien umrundet
Orth hat sich einen Monat darauf vorbereitet. Zuletzt ist er drei Tage durch Wien marschiert. „Ich wohne am Kahlenberg. Am ersten Tag habe ich 61 Kilometer zurückgelegt, am zweiten Tag 62, am dritten Tag sogar 67.“ Eiweißriegel nimmt er mit, dazu Wasser. Die Nahrung wird ganz einfach gehalten.

Spenden gehen an den Verein Wandelstern
Der Kältemarsch erinnert ihn an den Verlust eines ungeborenen Kindes. Wandelstern hilft betroffenen Eltern. „Es ist wie durch einen endlos langen Winter zu gehen, mit der Hoffnung, dass irgendwann der Sommer zurückkehrt.“

Alle können den Fußmarsch in den nächsten Tagen auf Instagram unter @mlq_mehr_lebensqualitaet verfolgen.

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