„Krone“-Kommentar

Königssohn als Hoffnungsträger

Kolumnen
10.01.2026 06:00

Seit fast zwei Wochen gehen im Iran wieder die Menschen auf die Straßen. Ursprünglich um gegen die Hyperinflation zu protestieren, mittlerweile richten die Demonstrationen sich aber auch gegen das verkrustete Mullah-Regime. Und wie schon so oft gehen die Sicherheitskräfte mit großer Härte gegen jene vor, die sie als „Randalierer“ sehen, gegen jene also, die den Sturz des Obersten Führers Ajatollah Ali Khamenei und ein Ende der Islamischen Republik fordern. 45 Menschen sollen bereits getötet, mehr als 2000 verhaftet worden sein. Schon bald könnte es die ersten Hinrichtungen geben – zur Abschreckung.

Aber die Menschen, so hat es den Anschein, haben nichts mehr zu verlieren. Die meisten haben seit Monaten kein Fleisch mehr gegessen, keine Milch mehr getrunken. Auch die Mittelschicht fällt zunehmend in bittere Armut.

Dennoch haben die Proteste eine große Schwäche: Wie schon in der Vergangenheit fehlen ihnen die zentrale Identifikationsfigur, die übergreifende Organisation, die Geschlossenheit.

Und da kommt jetzt ein Mann ins Spiel, der schon seit vielen Jahren versucht, die Opposition zu einen: Reza Pahlavi (65), Sohn des letzten Monarchen und bis zu dessen Sturz 1979 Kronprinz, der einmal den Pfauenthron erben sollte. Er ruft zum Umsturz auf und seine Botschaften im Internet werden von Millionen geteilt. Es ist völlig offen, ob der Königssohn die Kraft hat, die Mullahs zu stürzen.

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