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Scharia: „Gegen Österreichs Interessen“

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19.08.2025 14:21
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Von Community

Ein 320.000-Euro-Streit, der nach Scharia-Regeln entschieden wurde, bringt Österreichs Politik in Wallung. Auch hier im Forum wurde das Thema hitzig debattiert. Wir haben die Stimmen unserer User für Sie zusammengefasst!

In Wien hat ein Gericht ein Schiedsverfahren bestätigt, bei dem die Parteien die Scharia als Grundlage für eine rein vermögensrechtliche Entscheidung vereinbart hatten – solange das Ergebnis nicht den Grundwerten widerspricht, sei das zulässig. Das sorgt jetzt für ordentlich Wirbel: Von Politik bis Verbänden hagelt es Kritik. Auch die Leserinnen und Leser des „Krone“-Forums hatten zu diesem Thema viel zu sagen.

„Gegen Österreichs Interessen“:
Viele User waren unzufrieden mit der Entscheidung und sahen darin einen direkten Widerspruch zu österreichischen Grundwerten. So fordert zum Beispiel keinschelm, in Österreich müsse österreichisches Recht gelten, egal welche Vereinbarung zwei Personen über die Rechtsgrundlage träfen.



„Verstehe die Empörung nicht!“

Viele Forum-User zeigten sich allerdings auch überrascht über die heftige politische Reaktion. So wies beispielsweise User JaySasori89 darauf hin, dass es sich hier nur um ein Schiedsgericht handelte, das auf Wunsch beider Vertragspartner tätig wurde – eine Praxis, die es in Österreich seit Jahrzehnten gibt. Dass sich in diesem Fall die Parteien auf die Scharia geeinigt haben, sei daher keine Sensation, sondern lediglich eine private Vereinbarung. 


Signalwirkung:
Einige User, wie KroneLeser2083170,  wiesen darauf hin, dass Schiedsgerichte grundsätzlich individuell vereinbart werden können, warnten aber vor der Signalwirkung solcher Entscheidungen. Gleichzeitig legt User Mark12 den Leserinnen und Lesern nahe, sich selbst ein Bild von der Gesetzeslage zu machen.


Alternativen zur Scharia?

Viele Leserinnen und Leser wurden kreativ bezüglich möglichen anderen Grundlagen für zukünftige Schiedsentscheidungen: Von Baumstammwerfen über Wetttrinken war alles dabei. Schließlich ginge es hier nur um eine zivilrechtliche Streitigkeit zwischen zwei Parteien.

User „Pommespanzer“ brachte einen alternativen Vorschlag ein: die Streitfrage einfach ...
User „Pommespanzer“ brachte einen alternativen Vorschlag ein: die Streitfrage einfach ausschnapsen.(Bild: Casino Linz)


Was denken Sie: Sollte es Privatpersonen frei stehen, in zivilrechtlichen Streitigkeiten jede beliebige Regel als Grundlage zu wählen? Wo sehen Sie die Grenze zwischen individueller Vereinbarung und staatlichen Grundwerten? Diskutieren Sie mit – wir sind auf Ihre Meinung gespannt!

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