75-Jahr-Jubiläum

Wiens Jugendarbeit als „Investment“ in die Zukunft

Wien
24.06.2025 11:00

Seit 75 Jahren gibt es Jugendarbeit in Wien – wie groß der Bedarf ist, zeigt sich aus Sicht der Stadt gerade durch den Amoklauf von Graz, aber auch im aktuellen „Respekt“-Programm gegen Gewalt, Mobbing und Konflikte in Wiener Schulen.

Was am 24. Juni 1950 mit dem „Wiener Jugendkreis“ im Youth Center der US-Besatzungsmacht in der Weimarer Straße in Währing – und den neuesten Schallplatten und einem Magnetophon als Lockmittel – begann, ist heute eine Institution mit 800 Mitarbeitenden und dazu noch weiteren geförderten Organisationen: die Jugendarbeit in Wien.

In „schwierigen Zeiten“ Chancen schaffen
Den Bedarf an Jugendarbeit unterstrich bei der 75-Jahr-Feier auch Bürgermeister Michael Ludwig mit Verweis auf die Gefahr von „Radikalisierung und Gewalt“. Ebenso betonte Vizebürgermeisterin Jugendstadträtin Bettina Emmerling, gerade in „schwierigen Zeiten“ müsse Jugendarbeit „Chancen schaffen, Vertrauen aufbauen und Haltung zeigen.“ Für Landesjugendreferentin Brigitte Bauer-Sebek sind die Kosten für Jugendarbeit allerdings ein lohnendes „Investment“ in die Zukunft der Stadt.

Wie dringend es diese Investition braucht, zeigte auch die diesjährige Abschlussveranstaltung des Programms „Respekt: Gemeinsam stärker“, das Gewalt, Mobbing und Diskriminierung an Schulen bekämpfen will. Vizebürgermeisterin Kathrin Gaál nahm dabei auf den Amoklauf in Graz Bezug, der zeige, wie nötig die Stärkung des sozialen Zusammenhalts an Schulen sei.

Bisher waren 30 Schulen Teil des Programms. In über 1000 Workshops externer Experten wurden 20.000 Kinder und, in Fortbildungen, 1800 Lehrpersonen erreicht. Ab Herbst können weitere zehn Schulen das Angebot in Anspruch nehmen. Der Bedarf wäre wohl noch weit höher, oder, wie es eine Lehrkraft einer Floridsdorfer Schule formulierte: „Bitte öfter kommen! Je öfter desto sinnvoller!“

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