Stehen die Zeichen auf Versöhnung? Nach viel Hin-und-Her in Sachen Gesundheitspolitik zwischen Wien und Niederösterreich, gibt es von der Landeshauptfrau überraschendes Lob für die jüngsten Ideen des Wiener Bürgermeisters.
Noch bis vor Kurzem herrschte zwischen Niederösterreich und Wien in Gesundheitsfragen dicke Luft – Grund dafür ist die Gastpatienten-Thematik. Doch zumindest den Vorschlägen vom Wiener Bürgermeister Michael Ludwig zur Gesundheitspolitik kann die Landesfürstin Johanna Mikl-Leitner nun etwas abgewinnen und zeigt sich überraschend positiv: „Ich bin es auch leid, bei der Gesundheitsreform auf den einen großen Wurf zu warten. Da bin ich ganz bei Bürgermeister Michael Ludwig: Setzen wir lieber mehrere kleinere Schritte rasch um“, sagt sie zur „Krone“. Denn auch mit vielen kleinen Schritten komme man ans Ziel.
In Fragen der Gesundheitsversorgung eint uns mehr als uns trennt.
Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptfrau Niederösterreich
Ludwig forderte ja, die stockende Gesundheitsreform mit schnell umsetzbaren Sofortmaßnahmen anzukurbeln, statt auf einen großen Umbau zu warten – etwa durch klarere Patientenwege, einen einheitlichen Leistungskatalog sowie gleiche Bezahlung für Gesundheitspersonal im ganzen Land und den gemeinsamen Einkauf von Material, um die Kosten zu drücken. Betont hatte er schließlich noch seine Forderung zur Schaffung von vier Gesundheitsregionen.
Trotz Streitpunkte bekommt Ludwig Unterstützung aus Niederösterreich
„In Fragen der Gesundheitsversorgung eint uns mehr als uns trennt“, so Mikl-Leitner, die mich mit allen sieben Punkten (siehe Faktenbox oben) anfreunden könne: „Im besten Fall gelingt zusätzlich auch der große Wurf – bei der Kompetenzverteilung und bei den Gastpatientinnen und Gastpatienten, wo wir noch unterschiedliche Standpunkte vertreten“, zeigt sich die ÖVP-Landeshauptfrau überraschend versöhnlich.
Erst vor kurzem unterstützte sie die Klage eines Niederösterreichers, weil er in einem Wiener Spital benachteiligt worden sein soll. Für sie gäbe es bei all den Vorschlägen aber nur ein Kritierium: „Was nützt den Patientinnen und Patienten? Und wenn man diesen Maßstab bei den sieben Punkten anlegt, kommt man zum Ergebnis: Der Nutzen ist gegeben – gehen wir rasch in die Umsetzung.“
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