Gummipartikel etc.

Regenwürmer meiden Boden mit Reifenabrieb

Wissen
22.05.2025 11:23
Porträt von krone.at
Von krone.at

Regenwürmer meiden Böden mit Reifenabrieb. Das geht aus einer neuen Schweizer Studie hervor. Wenn sich Autoreifen während der Fahrt abnutzen, gelangen kleine Partikel in die Böden entlang der Straße. Sie bestehen unter anderem aus Gummi, Mineralien und zahlreichen Chemikalien von den Reifen und der Straßenoberfläche.

Laut Schätzungen werden weltweit jährlich mehr als drei Millionen Tonnen solcher Partikel freigesetzt. Für die Studie des Schweizer Eidgenössischen Wasserforschungsinstituts (Eawag), der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) und des Schweizerischen Zentrums für angewandte Ökotoxikologie wurden die Tiere in speziellen Gefäßen gehalten, die auf einer Seite mit belastetem und auf der anderen mit unbelastetem Boden gefüllt waren. Das Ergebnis: Bei hohen Konzentrationen von Reifenabtriebs mieden die Regenwürmer den verschmutzten Boden deutlich. Bei geringeren Konzentrationen zeigte sich dieser Effekt nicht.

Die Forscherinnen und Forscher prüften auch, ob sich der Kontakt mit den Partikeln negativ auf das Überleben oder die Fortpflanzung auswirkt. Hier zeigte sich, dass der Reifenabrieb im Boden keine Auswirkungen hat.

60 Arten in Österreich
Bodenlebewesen wie Regenwürmer, die sich durch die Erde graben und dabei organisches Material aufnehmen, kommen besonders intensiv mit Schadstoffen wie Gummi in Kontakt. Weltweit gibt es ungefähr 700 Regenwurm-Arten, davon etwa 400 in Europa und 60 in Österreich. Die Tiere graben bis zu drei Meter in die Tiefe und vermischen dabei verschiedene Bodenschichten. Am wohlsten fühlen sich Regenwürmer in einem luftigen, feuchten Boden.

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