„Heets“, E-Autos, PV

Leider kein Scherz! Was im April alles teurer wird

Wirtschaft
31.03.2025 21:30

Im April kommen einige Neuerungen auf die Österreicher zu. Das hat auch Preissteigerungen zur Folge, von den Gerichtsgebühren über Tabak bis zu den E-Autos. Die „Krone“ hat sich angesehen, welche Verteuerungen auf Konsumenten zukommen.

Die Regierung hat – krone.at berichtete – kurz nach ihrem Antritt rasch ein paar Steuererhöhungen durchgeboxt. Zum Teil haben Unternehmen schon im März darauf reagiert und die Preise angepasst, einige Dinge gelten aber tatsächlich unmittelbar mit Anfang April.

Tabaksteuer: Bei der Tabaksteuer steigt die Abgabe auf Zigaretten von 80 Euro pro 1000 Stück auf 83,50 Euro. Die Absenkung der preisabhängigen Komponente wird hingegen ausgesetzt, das führt insgesamt zu einer höheren Steuerbelastung, die Zigaretten um rund 30 Cent pro Packung verteuert, eine Marke steigt sogar um 50 Cent im Preis. Eine deutliche Preiserhöhung kommt auch bei den Tabakerhitzern: Die Steuer steigt hier um 80 Prozent. Der Tabakkonzern Philip Morris wird die sogenannten Heets um 50 Cent verteuern, das gilt ab Anfang April.

Wetten: Die Wettgebühr steigt von drei auf fünf Prozent. Das wird die Quoten für sportbegeisterte Wettkunden an einigen Stellen verschlechtern. Wie und ob die Anbieter die höhere Gebühr weitergeben, ist noch nicht klar.

Photovoltaik: Die Befreiung der Umsatzsteuer bei Photovoltaik-Anlagen fällt mit 1. April, das macht Projekte künftig um bis zu mehrere Hundert Euro teurer.

PV-Anlagen sind nicht mehr von der Mehrwertsteuer befreit.
PV-Anlagen sind nicht mehr von der Mehrwertsteuer befreit.(Bild: APA/Marijan Murat, Krone KREATIV)

E-Autos: Elektrische Fahrzeuge sind künftig nicht mehr von der motorbezogenen Versicherungssteuer befreit. Im Schnitt wird das E-Auto-Fahrer mit 400 Euro jährlich treffen. Wie bei Verbrennern sind leistungsstarke größere Fahrzeuge künftig teurer.

Gerichtsgebühren: Im April werden einige Gebühren um 23 Prozent teurer. Damit wird auch eine Scheidung (noch) kostspieliger. Auch Grundbuchauszüge oder Firmenbuch-Eintragungen kosten künftig mehr. Die Regierung will zudem die Bundesgebühren anhand der Teuerun anpassen (etwa für Reisepass-Ausstellungen oder Melderegister-Auszüge), das ist aber erst mit Juli geplant, heißt es aus dem Finanzministerium.

Mobilfunktarife: Wie jedes Jahr wird das Telefonieren und Surfen bei zahlreichen Anbietern mit 1. April teurer. Denn dann erhöhen sich die Tarife mit der Inflation, heuer sind es 2,9 Prozent Plus, das betrifft mehr als die Hälfte der Handytarife und 90 Prozent der Internetverträge.

Reisen: Wer in Großbritannien urlaubt, braucht künftig eine „ETA“-Anmeldung, sie soll ab 9. April 20 Euro kosten. Bisher waren Reisen ins Vereinigte Königreich unkomplizierter möglich.

Mietzins: An einer Stelle gibt es sogar eine Entlastung. Anders als sonst steigen mit April nicht die Mieten in Altbau-, Genossenschafts- und Gemeindewohnungen, das wurde per Beschluss ausgesetzt.

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